Macabre - Carnival Of Killers

Review

Soundcheck November 2020# 4

LOL. Review fertig.

Spaß beiseite. Dass MACABRE einen an der Waffel haben, ist bekannt. Bislang war das auch in Ordnung, haben wir ja schließlich alle. Mit “Carnival Of Killers” ist aus dem Dachschaden aber ein großes Loch geworden. Da regnet es jetzt permanent rein und das nervt einfach. Schon der Opener “Your Window Is Open” klingt, als hätten die Amerikaner Sound-Abfall zu einem Song zusammengekehrt. Bei der cleanen Textpassage “You can not escape” muss ich zwar schmunzeln, aber kurz danach erröte ich vor Scham, weil das Lied insgesamt so daneben ist. Gerade fällt mir auf, dass ich in die unerwünschte Ich-Perspektive gerutscht bin. Egal, MACABRE machen ja auch, was sie wollen.

MACABRE verkommen zu einer traurigen Clowns-Visage

MACABRE haben keinen Clown gefrühstückt, sondern fressen seit neun Jahren nichts anderes, wie es scheint und klingt. Dabei leide ich bei den Murder-Metallern nicht prinzipiell an Gehörgang-Diarrhö. Sogar der direkte Vorgänger “Grim Scary Tales” macht Laune, hat im Vergleich aber auch mächtig mehr Bums. Dagegen ist “Carnival Of Killers” das Oktoberfest der Metaller – allerdings mit dem Problem, dass zur Bierzelt-Mucke nur Alkoholfreies serviert wird. Ahhhhhh, raus hier! Ernsthaft: Wenn ich schaurigen Kindergarten-Metal hören will, lege ich die neue EISREGEN auf. Also, rein theoretisch. Anno 2020 sind MACABRE zu gewollt lustig und dabei kaum spannend, um gut zu sein.

Stellt euch vor, es gibt einen “Carnival Of Killers” und niemand geht hin

Irgendwann verschimmelt auch das Verwursten von Kinderreimen und dergleichen zu Langeweile. Davon abgesehen sind die instrumentalen Ideen auf “Carnival Of Killers” wenig aufregend – Riffs in Songs wie “Stinky”, “Tea Cakes” und “The Lake Of Fire” (nur eine Auswahl) sind so ausgelutscht wie Kinderdaumen. Im Fokus scheint der schwarze Humor zu stehen, der aber zusehends verblasst und mehr auf den Sack als in die Mundwinkel geht. Am besten ist das “Wo ist Walter?”-Artwork.

Beim Schreiben höre ich Phantomstimmen, die aus dem Fanlager von MACABRE strömen und verbal wild gestikulierend Schimpftiraden absenden. Sorry not sorry, die Mörder von “Carnival Of Killers” töten eben überwiegend Nerven. Aber ich habe eine Idee: Vielleicht zündet das Material nach ein paar Bier besser. Ich bin gleich wieder da …

… hm, nee.

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07.11.2020

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3 Kommentare zu Macabre - Carnival Of Killers

  1. mr.cb sagt:

    4 Punkte und gleichzeitig Platz 4 im Soundcheck? Muss ein trauriger November sein 😉

  2. elLargo sagt:

    Verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht…

  3. Cynot sagt:

    Das Album hier hat im Soundcheck nur 6.7 Pkt. Was solider Durchschnitt ist. Die Aussage, dass der Monat insgesamt nicht so stark ist trifft es daher eigentlich ganz gut.

    Ansonsten vertritt der Rezensent einfach eine andere Ansicht, als seine Kollegen, von denen einer das Album sogar mit 9 Pkt. bewertet hat.