Maximum Apocalypse - Brettspiel

Review

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Dir ist Wetter zu schön, die allgemeine Laune zu unbeschwert?
MAXIMUM APOCALYPSE liefert dir als kooperatives Abenteuerspiel für 1-6 Spieler einen düsteren Kampf ums Überleben vor endzeitlicher Kulisse.

Die Welt ist untergegangen, aber mit uns hat noch etwas überlebt…

So ein Weltuntergang mag brachial sein – aber erfreulich unkompliziert: Das Spielmaterial von MAXIMUM APOCALYPSE ist übersichtlich gestaltet und die Regeln lassen sich auch Neulingen flott verklickern.
Zu Beginn des Spiels wählt die Gruppe eines der insgesamt 13 Szenarien und entscheidet damit, ob sich die Überlebenden nicht nur dem drohenden Hungertod, sondern auch noch Zombies, Mutanten, Aliens oder Robotern stellen müssen.
Eine doppelseitige Karte je Szenario gibt Auskunft über das benötigte Material, Schwierigkeitsgrad und Backstory, sowie das Ziel der Gruppe. Gegenstände und Waffen finden die Spieler in Suchkartenstapeln, die ebenso von Szenario zu Szenario variieren, wie die verwendeten Stadtplättchen, aus denen das Spielfeld zufällig verdeckt aufgebaut wird.
Bevor es losgeht, entscheiden sich noch alle Teilnehmenden für einen Charakter – z.B. Chirurgin, Revolverheld oder Mechanikerin – und erhalten das zugehörige Charakterdeck mit individuellen Survival-Skills.
Mit zwei Würfeln generiert jede Überlebende zunächst neue Monster – mit etwas Pech am Standort eines Gruppenmitglieds. Über das Charakterdeck können anschließend vier Aktionen (Bewegen, Suchen, Kämpfen, etc) ausgeführt werden. Ganz wie im echten Endzeit-Leben macht die ganze Survival-Arbeit dummerweise hungrig, sodass am Ende des Zuges Schaden durch Monster und für angestauten Hunger kassiert wird.
Hat ein Überlebender keine Lebenspunkte mehr oder kann keine Karten mehr nachziehen, stirbt der Charakter und scheidet aus. Der Rest der Gruppe muss sich dann in reduzierter Besetzung mit dem Endzeit-Ungeziefer herumschlagen.

 

Maximum festivaltauglich

Grafisch erinnert MAXIMUM APOCALYPSE an die THE WALKING DEAD – Comics und kann die düstere, apokalyptische Stimmung wunderbar einfangen. In bester Zombie-Manier ist das Spiel ein absoluter No-Brainer für ungezwungene und entspannte Spielerunden.
MAXIMUM APOCALYPSE könnte eines dieser gigantischen und völlig überteuerten Spiele sein, die viel zu viel Platz und Zeit benötigen. Genau das ist hier nicht der Fall und macht den eigentlichen Charme des Spiels aus. MAXIMUM APOCALYPSE kommt trotz seiner knapp 400 Karten, einem modularen Spielfeld und zahlreichen Token in einer handlichen 30cmx10cm Box daher, die bequem in jedem Rucksack Platz findet. Von dort ist das Spiel auf dem nächsten Festival bei halbwegs windstillem und trockenem Wetter flott auf mittelgroßen Campingtischen aufgebaut und erfreut mit zahlreichen Gelegenheiten zum Einsatz von Trinkspiel-Hausregeln. (Ein Bier für jeden Bezinkanister, ein Schnaps für jeden Zombie gefällig?) Der Regeleinstieg gelingt schnell und sofern sich die Gruppe nicht gerade für ein schweres Szenario entschieden hat, können entspannt Unterhaltungen im Hintergrund laufen. Wer vorzeitig stirbt, heizt schon mal den Grill an.

Manche Gruppe mag genau hiervon abgeschreckt werden, denn wenn Spielende verfrüht ausscheiden können, ist das in vielen Runden bereits ein Ausschlusskriterium. In diesem Fall sollten Interessierte die Zusatzregeln in Betracht ziehen und den Schwierigkeitsgrad anpassen: Sobald ein Charakter stirbt, ist das Spiel verloren! Bei leichten und mittelschweren Szenarien sollte die Gruppe hierdurch nicht allzu sehr in Bedrängnis geraten. Schwere Szenarien hingegen sind generell nur mit gutem Teamwork zu meistern und sichern, gemeinsam mit dem modularen Spielfeld und den unterschiedlichen Charakterfähigkeiten, den Wiederspielwert von MAXIMUM APOCALYPSE. Denn sowohl im Festicalcamp, als auch im heimischen Wohnzimmer lohnen sich garantiert auch zweite und dritte Runden im Kampf gegen den Weltuntergang. Nieder mit dem Sonnenschein!

Tipp:

Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat, der sollte einen Blick auf die Standalone-Erweiterung „Wasted Wilds“ werfen, deren deutsche Lokalisierung aktuell in der Spieleschmiede finanziert wird. Dann allerdings mit Plastik-Minis und weniger rucksackfreundlicher Box.

Spieleranzahl: 1-6 Überlebenswillige
Spielzeit: 45 – 90 Minuten
Verlag: Grimspire
Sprachen: deutsch
Festivaltauglichkeit: auf jeden Fall!
Musikempfehlung: MANTAR – „Death By Burning“
SLAYER – „Repentless“
ASPHYX – „Incoming Death“

Würfeln und blättern, statt lauschen und headbangen – In der Rubrik „Dice ‚em All“ stellen wir euch ausnahmsweise keine Musik vor, sondern Rollen- und Brettspiele.

01.06.2021

"HINTER DIR! EIN DREIKÖPFIGER AFFE!" - Guybrush Threepwood

Der metal.de Serviervorschlag

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