Messticator - Total Mastery

Review

Soundcheck März 2026# 5 Galerie mit 21 Bildern: Messticator – Veins Of Fire Tour 2025 in Stuttgart

Mit ihrem zweiten Album „Total Mastery“ hat sich die Hamburger Band MESSTICATOR einen Deal bei Testimony Records gesichert. Musikalisch bewegen sie sich zwischen Death und Thrash Metal, und auch ein Konzept bringt die zweite Platte mit: Was wäre, wenn es ein Wesen gäbe, das über uns alle herrscht, uns richtet und bestraft? Was sie damit wohl meinen könnten?

MESSTICATOR – zwischen Himmel, Hölle und Moshpit

Mit dem Doppelschlag aus Intro „The Pit Awaits…“ und „The Pitslayer“ zünden MESSTICATOR in den ersten fünf Minuten ihrer zweiten Platte direkt den ersten Moshpit im Wohnzimmer. Da müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn hier nicht ein neues Konzertintro geboren wurde. Sofort ins Ohr gehen die feinen Leadgitarren, die neben der bösartigen Prügelei der Rhythmusfraktion für eine Extraportion Melodie sorgen.

Auf „High Ground“ schimmert etwas Thrash-Riffing durch, insgesamt liegt „Total Mastery“ jedoch deutlich näher am Death Metal. Die aggressiven Vocals von Thomas Trede sind durch und durch Todesblei, und Blastbeats wie am Ende von „Ruins Of Reason“ sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache. Knüppelfans, die auch Wert auf Melodie legen, kommen hier voll auf ihre Kosten. „The Tyrant’s Scepter“ besitzt massig Groove und sortiert sich irgendwo zwischen BAEST und BENEDICTION ein, mit einem Hauch BOLT THROWER und ENDSEEKER. Eine wilde Mischung, die man am besten selbst hört.

Death Metal ist oft kurz und knackig, doch auf „Total Mastery“ kratzen viele Stücke an der Fünf-Minuten-Marke oder überschreiten sie. Trotzdem kommt keine Langeweile auf, da MESSTICATOR ihre Lieder spannend gestalten und mit genug Abwechslung würzen. Die Produktion orientiert sich an modernen Standards und zeichnet ein zeitgemäßes Bild. Künstliches Gerumpel gibt es nicht – und das ist auch gut so!

„Total Mastery“ ist ein feiner Abriss

Mit ihrem Zweitling zeigen MESSTICATOR, was sie draufhaben, und Testimony Records beweisen erneut ihr Händchen für gute, aufstrebende Todesblei-Bands. Wer sich gern die Rübe musikalisch absägen lässt, sollte die Scheibe antesten.

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07.03.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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