Metal Church - This Present Wasteland

Review

Galerie mit 21 Bildern: Metal Church - 70000 Tons Of Metal 2018 - 4. Tag

Totgesagte leben manchmal länger, spricht der Volksmund. Im Falle METAL CHURCHs ist diese Phrase aber durchaus angebracht. Nach den legendären Alben mit David Wayne und Mike Howe, löste sich die Band irgendwann Mitte der 90er wegen Erfolglosigkeit auf. Die Bandköpfe Kurdt Vanderhoof uns David Wayne versuchten sich in Solo-Projekten. Kurz vor der Jahrtausendwende beschloss man wieder gemeinsame Sache zu machen. Das Ergebnis hörte auf den Namen „Masterpeace“ und wurde zwar sehnsüchtig erwartet, hielt aber zu keiner Sekunde dem Druck der Öffentlichkeit stand, so dass es abermals zum Split kam. Und für mich persönlich waren METAL CHURCH danach mehr als tot.

Aber manchmal täuscht man sich eben doch. Nachdem ich den Vorgänger „The Weight Of The World“ ignoriert habe, rotiert nun das aktuelle Album „This Present Wasteland“ in meinem CD-Player. Und zwar mächtig. Gleich der Opener „The Company Of Sorrows“ kommt schön aggressiv aus den Boxen, die Produktion erzeugt ordentlich Druck und die Band sprüht vor Spielfreude. Die Riffs von Mastermind Kurdt Vanderhoof sitzen endlich wieder, die Rhythmusgruppe agiert äußerst tight und vor allem Sänger Ronny Munroe (der hier und da an Bruce Dickinson erinnert) macht am Mirko mit seiner variabel eingesetzten Stimme einen tollen Job. Hut ab, das hätte ich der Band nicht mehr zugetraut.

„The Company Of Sorrow“ ist aber bei Weitem nicht der einzige Klassesong auf der Scheibe. METAL CHURCH haben über die gesamte Albumdistanz großen Wert auf Abwechslung gelegt. Es gibt schwerfällige, groovige Songs, wie das, entfernt an BLACK SABBATH erinnernde, immer wieder von cleanen Parts aufgepeppte und sich zum Ende hin steigernde „A War Never Won“ oder typische US-Metal Banger wie „Monster“ und „Meet Your Maker“. Hinzu kommen noch Up-Tempo-Stücke der Marke „Breathe Again“ (die Gitarrenarbeit erinnert hier ein wenig an IRON MAIDEN), die eindrucksvoll unterstreichen, dass METAL CHURCH ohne Druck, völlig befreit aufspielen können und das auch tun. Jeder Song hat seine Berechtigung auf der Scheibe und keiner ist als Ausfall zu werten. Ok, einige brauchen etwas um zu zünden, aber ich sehe das keineswegs als Qualitätsverlust.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass METAL CHURCH zuletzt zu “The Human Factor“-Zeiten so frisch geklungen und ein derart starkes Album eingeholzt haben. Hier gibt es acht Punkte mit sehr starker Tendenz nach oben. Hammerscheibe!

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12.09.2008

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