Metal Church - XI

Review

Galerie mit 21 Bildern: Metal Church - 70000 Tons Of Metal 2018 - 4. Tag

Endlich, endlich ist es passiert. Mike Howe (ex-HERETIC), der Sänger von solch gnadenlos guten Alben „Blessing In Disguise“, „The Human Factor“ und „Hanging In The Balance“, ist zu METAL CHURCH und damit auf die Metalbühne zurückgekehrt! Das gleicht einer Sensation, war der gute Mike, welcher von 1988 bis zur Auflösung 1994 Frontmann der Legende aus Seattle war, über 20 Jahre nicht mehr aktiv. Hoffen wir, dass damit Frieden in die METAL CHURCH einkehrt, die in den letzten Jahren, insbesondere vor der erneuten Auflösung, an Mitgliederschwund und internen Machtkämpfen, u. a. mit dem leider verstorbenen David Wayne, litt. Das machte sich auch auf den Alben bemerkbar, die an frühere Glanztaten nicht mehr so recht anknüpfen konnten, schließlich waren METAL CHURCH mal der Inbegriff des Power Metals. Nun soll es also das neue Album „XI“ richten, die Erwartungshaltung ist natürlich enorm.

Das mittlerweile elfte Studioalbum „XI“ der Truppe um Bandleader Kurdt Vanderhoof beginnt mit sicherlich nicht zufällig so benannten „Reset“, eine kompakte, ziemlich flotte Nummer. Es fällt gleich auf, dass Howe gut bei Stimme ist, welche kraftvoll tönt und sein einzigartiges Charisma trägt. Diese Stimme ist über jeden Zweifel erhaben, auch noch in höheren Tonlagen. Das Riffing könnte aber für METAL CHURCH Verhältnisse dominanter ausfallen. Das folgende „Killing Your Time“ ist ein im Uptempo gehaltener Ohrwurm, trägt in sich die klassischen Trademarks der Truppe, insbesondere die einprägsame Gesangslinie im Refrain und die Gitarrensoli bestechen. „No Tomorrow“ ist vom Video bekannt, der zündende Song beginnt mit einem kurzen Akustikgitarren-Part, ehe alle Instrumente einsetzen. Das richtig starke Stück lebt von der Wechselwirkung von Akustikgitarren und E-Gitarren. Der Hitsong „Signal Path“ macht im Midtempo weiter, mit eingäniger Melodieführung und diesen typischen Riffs, wie auch „The Sky Falls In“, das an die frühen Alben mit Mike Howe erinnert. Noch richtig geil ist das Riffgewitter von „Needle And Suture“ mit dem aggressiven Gesang von Howe. Leider können die vier folgenden Songs das hohe Niveau der vorherigen nicht ganz halten und sind unterer METAL CHURCH Durchschnitt mit solider Gitarrenarbeit und überzeugendem Gesang, was fehlt ist der überragende Spirit und die eingängige, mitreißende  Durchschlagskraft. „Suffer Fools“ hingegen reißt zum Schluss nochmals das Ruder rum und führt nochmals eindringlich vor Augen bzw. Ohren, welche Klasse diese Band mal hatte und heute wieder zu erreichen versucht und fast sogar schafft. Damit stellt „XI“ den guten Vorgänger „Generation Nothing“ in den Schatten.

Das Comeback ist gelungen! „XI“ ist eines der besseren Alben von METAL CHURCH, insbesondere durch den Wiedereinstieg von Mike Howe. Tolle Riffs, prägnante Melodien, ordentlich Power und Mike singt noch fast genauso überzeugend und magisch wie damals! Stark!

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13.03.2016

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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2 Kommentare zu Metal Church - XI

  1. Hans sagt:

    Sie „leideten“? Wirklich? Verblüffend.

    Ich finde das Album richtig super, eine so starke Rückkehr hatte ich nicht erwartet. Mike Howe ist einfach der richtige Sänger für diese Band. Ich hoffe, er bleibt es jetzt auch für eine lange Zeit.

    9/10
  2. metalfreak sagt:

    Metal church haben das Problem das der Alleinherrscher Vanderhoof von den Songs bis zum Mix alles selber machen muss, mit den ersten 5 Metal Church alben die durch die Bank Weltklasse sind kann dieses Teil zu keinem Zeitpunk auch vom Sound her mithalten, diese Jungs muessten mal zu Jens Bogren gehen der hier sicher viel mehr rausgeholt haette.

    5/10