Metal Church
Wir möchten uns bei allen bedanken, die während aller Hochs und Tiefs in all den Jahren zu uns gehalten haben, das werden wir niemals vergessen!

Interview

Mit „XI“ war dem in der Versenkung verschwundenen Mike Howe eine tolle Rückkehr in die Musikszene gelungen und METAL CHURCH konnten wieder an alte Glanztaten anknüpfen. Nun folgt mit „Damned If You Do“ der Nachfolger, welcher erneut an die glorreichen Bandklassiker erinnert und mindestens das Niveau vom Vorgänger hält. Wir sprachen mit Bandchef Kurdt Vanderhoof.

 

Ihr habt kürzlich euer neues Album „Damned If You Do“ veröffentlicht. Was hattet ihr in der Zeit zwischen dem neuen Album und dem Vorgänger „XI“ alles gemacht?

Meist hatten wir Touren gemacht und haben an jedem Ort gespielt, wo man uns haben wollte. Anschließend ging es ans Songwriting.

Ich finde den Gesang von Mike auf „Damned If You Do“ im Vergleich zu „XI“ etwas aggressiver und rauer. Die Musik selbst ist der typische Heavy Metal von METAL CHURCH mit all euren Trademarks. Zum Beispiel erinnert mich der Anfang von „The Black Things“ an „Badlands“ und das Riff von „By The Numbers“ an „Start The Fire“. Wie beurteilst du selbst das neue Album?

Ich wollte natürlich, dass das Album wie METAL CHURCH klingt, das bedeutet grundsätzlich sehr Old School. Aggressiv aber gleichzeitig melodisch und auf den eigentlichen Song konzentriert. Ich denke, Mike fühlte sich dieses Mal etwas wohler mit allem und konnte sich so noch besser bei den Aufnahmen mit einbringen. Ich wollte auch, dass die Produktion des Albums noch mehr Old School ist.

Welchen Einfluss hatte euer neuer Schlagzeuger Stet Howland auf „Damned If You Do“? Er hatte Krebs, wie geht es ihm? Und weshalb hatte Jeff Plate METAL CHURCH verlassen?

Es geht ihm gut und er ist mit Sicherheit ein echter Kämpfer! Er brachte sowas wie mehr Sprungkraft in das Album. Jeff war schwer mit TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA sowie mit privaten Dingen beschäftigt, es war einfach an der Zeit für ihn, einige Dinge zu ändern. Er ist ein großartiger Schlagzeuger und wir sind noch immer gute Freunde.

Was kannst du uns über das Songwriting und die Aufnahmen erzählen?

Wir hatten bei diesem Album dieselbe Vorgehensweise wie beim letzten. Ich hatte einige Demos von den Songs gemacht, danach habe ich zusammen mit Mike an den Gesangsmelodien und den Arrangements gearbeitet. Anschließend haben wir die Songs dem Rest der Band gezeigt und jeder hat jeweils für seinen Teil seinen eigenen Stempel hinzugefügt und gemeinsam haben wir an den Arrangements gearbeitet.

Wie kam es zu der Idee mit diesem „Hum“-Intro beim Titelsong? Starker Song, der dadurch etwas mehr Dynamik erhält und der Anfang hat was von Heavy Metal Yoga.

Hahaha! Das war eine Idee, mit der Mike kam und um ehrlich zu sein bin ich mir nicht sicher, wie das zustande kam. Aber als er damit anfing fanden wir beide, dass das ziemlich einzigartig klingt.

Kommen wir zu den Texten. Gibt es da ein Konzept? Wenn man sich einige Songtitel anschaut wie „Out of Balance“, „The Black Things“, „Rot Away“ und „Revolution Underway“; scheinen sich diese Songs damit zu beschäftigen, was momentan in den USA oder der Welt passiert, richtig?

Da steckt kein wirkliches Konzept dahinter. Aber die aktuellen Geschehnisse in der Welt haben sicherlich viele der Texte beeinflusst.

Und dann gibt es andererseits einen Songtitel namens „Monkey Finger“. Wovon handelt denn der?

Der Song handelt von Leuten, die andere Menschen für ihre Probleme beschuldigen. Grundsätzlich geht es darin um die Opfermentalität.

Eines meiner persönlichen Lieblingsalben aller Zeiten ist „Hanging In The Balance“. Wenn du zurückblickst auf diese Zeit, was kannst du uns von der damaligen Situation in METAL CHURCH erzählen? Danach hattet ihr euch aufgelöst, macht das ja nicht noch mal!

Das war eine sehr harte Zeit für die Band. Nicht nur aufgrund der gesamten Lage der Musiklandschaft damals. Wir hatten viel Ärger mit der geschäftlichen Seite der Band. Ich bin froh, dass dir das Album so gut gefällt. Aber Mike und ich stimmen darin überein, dass der Sound hätte besser sein müssen und auch das Cover hätte anders sein müssen.

Was ist die größte Lektion die du als Musiker gelernt hast und was würdest du jungen Musikern und Band unbedingt empfehlen?

Lest ganz genau die Verträge durch, bevor ihr unterschreibt und spielt Musik um der Musik willen und nicht um berühmt zu werden. Dadurch wird eure Kunst so pur wie möglich bleiben.

Was habt ihr in nächster Zukunft alles geplant?

Im Moment planen wir so viele Touren wie möglich.

Vielen Dank für das Interview! Die letzten Worte gehören dir!

Wir möchten uns bei allen bedanken, die während aller Hochs und Tiefs in all den Jahren zu uns gehalten haben, das werden wir niemals vergessen! Cheers!

Galerie mit 21 Bildern: Metal Church - 70000 Tons Of Metal 2018 - 4. Tag
23.01.2019

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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