Mourning Sign - Contra Mundum

Review

Noch eine Band, die sich nach langer Pause reformiert hat und nun ein Comebackalbum vorlegt: Diesmal sind es MOURNING SIGN aus Schweden, die Mitte der Neunziger mal mit einem Track auf der hochklassig besetzten „W. A. R. Compilation – Volume One“ (Wrong Again Records) vertreten waren, sonst allerdings eher in der dritten Reihe agierten. Jetzt steht mit „Contra Mundum“ ihr drittes Album an, und wenn man Orchestrated Misery Recordings als Maßstab nimmt, dürfte sich am Bekanntheitsgrad der Schweden nur wenig ändern.

„Contra Mundum“ ist gleichzeitig melodisch als auch chaotisch

Der erste Eindruck: „Contra Mundum“ ist gleichzeitig melodisch als auch chaotisch. MOURNING SIGN stehen ja für Progressive Death Metal, und das schließt hervorragende Gitarrenarbeit mit ein. Da werden doppelläufige Gitarrenmelodien aufgefahren, die Soli sind stets nachvollziehbar, und immer wieder werden verhaltene Momente in die Songs eingeflochten. Daneben steht aber ziemlich wildes Geschredder, teils über überschnellem Blastbeat-Getrümmer, dessen Sinn sich erst nach und nach offenbart. Insgesamt sind die Songs aber nicht schlecht komponiert und präsentieren ziemlich viele memorable Passagen. Es ist das Gesamtpaket, das hier den Ausschlag gibt.

Abstriche müssen allerdings beim Gesang gemacht werden: Seit der Wiedervereinigung 2013 ist Originalsänger Robert Pörschke wieder ausgestiegen, und dessen Part hat kurzerhand Gitarrenfrickler Kari Kainulainen übernommen. Das war keine gute Idee, denn das Gegrunze ist viel zu dumpf und monoton – für das vielfältige Songmaterial und überhaupt. Dass das Schlagzeug aus der Kiste kommt, fällt dagegen nicht so negativ auf.

MOURNING SIGN wird eher ein Insidertipp bleiben – aber immerhin ein Tipp

Insgesamt ist „Contra Mundum“ natürlich kein Album, mit dem MOURNING SIGN die ganz große Aufmerksamkeit bekommen werden. Wer aber den Namen noch von früher kennt oder sogar durch die beiden Alben in guter Erinnerung behalten hat, sollte unbedingt mal reinhören: Die Songs sind vielseitig, nehmen statt des einfachen Wegs lieber eine Wendung mehr, haben dabei aber immer wieder erstaunlich melodiöse Passagen.

23.01.2019

- Dreaming in Red -

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