Nekropolis - The Perversion Of Humanity

Review

Auch wenn Aufmachung und Konzept hier reichlich griechisch wirken, handelt es sich bei NEKROPOLIS um fünf Jungs aus dem Land der Käsefondues und Armeetaschenmesser. Und wie in der Stadt der Toten, so regiert auch bei diesen grecophilen Schweitzern vorrangig der Sensemann. Über einen sound- und spieltechnisch einwandfreien Death Metal Korpus legt sich ein leichtes schwarzmetallisches Gewand, jedoch fernab von eisig-frostiger bpm-Raserei. Vielmehr wird mit reichlich Groove und extensivem Einsatz klassischer Orchestrierung (un)bewusst versucht, eine Atmosphäre ähnlich der des Bombastwerks „Death Cult Armageddon“ der dummen Bürger zu erschaffen. Allerdings mit eingeschränktem Erfolg. Zum einen übernimmt ein Synthesizer den Part der klassischen Instrumente, was ja nicht von vornherein schlecht sein muss. Selbiger klingt jedoch etwas zu trocken und wenig organisch: hier hätte definitiv mehr Wert auf Düsternis und Tiefgang gelegt werden sollen. Zum anderen fehlt auf „The Perversion Of Humanity“ schlicht die kompositorische Klasse, die einen mit der Zunge schnalzen lässt. Der Großteil der Tracks bewegt sich zwar qualitativ im oberen Mittelfeld und Songs wie „The Perverted Ideology“ oder besonders „Shadows Of Profanity“ können mit hörenswerten Haken und Ösen aufwarten, das Gesamtpaket verankert sich aber nicht restlos im Langzeitgedächtnis. Diese fehlenden Akzente werden teilweise vom positiven Stimm(ungs)programm der beiden Sänger aufgefangen, die mit sich häufig überlagernden Growls und Screams eine durchdachte Performance zum Besten geben. Vor knappen 7 Punkten vermögen sie NEKROPOLIS´ Debut aber auch nicht zu retten. Einen komplett unverständlichen Abschluss des Silberlings bietet ein Hidden Track, bei dem man sich eher in der pubertär-sexistischen Welt der Hip-Hop-Legende 2 LIVE CREW wähnt: von einer melancholischen Klavierstimme begleitet, lebt eine weibliche Telefonsexstimme den Sexualakt aus. Wem also die Musik nicht gefällt, der kann wenigstens ordentlich abspritzen.

Shopping

Nekropolis - The Perversion of Humanitybei amazon24,90 €
05.03.2006

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'The Perversion Of Humanity' von Nekropolis mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "The Perversion Of Humanity" gefällt.

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Shopping

Nekropolis - The Perversion of Humanitybei amazon24,90 €

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 34157 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare