Oceans - The Sun And The Cold

Review

Soundcheck Januar 2020# 19 Galerie mit 21 Bildern: Oceans - Renegades Tour 2020 in Hannover

Die erst 2017 gegründete und 2018 auf der Bildfläche erschienene Band OCEANS legt einen regelrechten Senkrechtstart hin und veröffentlicht am 10.01.2020 ihr Debütalbum direkt über Nuclear Blast. „The Sun And The Cold“ heißt das gute Stück, das zwar zugegebenermaßen auf zwei EPs folgt, jedoch trotzdem als Erstling anzusehen ist.

Das aus Deutschland und Österreich stammende Quartett lässt sich stilistisch schwer festnageln, channelt in den elf auf der Platte enthaltenen Stücken verschiedene Genres und kredenzt daraus eine moderne Melange, in der allen voran der Nu Metal der späten 90er und frühen 2000er mitschwingt. Da die Hauptzielgruppe von OCEANS diese Musik damals als Altersgründen noch nicht unbedingt aktiv verfolgt haben dürfte – dies ist natürlich nur eine Vermutung – dürfte der hier präsentierte Stil vielen sehr frisch vorkommen, und auf eine gewisse Weise ist er das auch.

OCEANS flirten mit verschiedenen Genres

„The Sun And The Cold“ startet mit seinem Titeltrack und überrascht direkt mit Geballer, inklusive Nähmaschinen-Blast-Beats. OCEANS klingen hier – wie auch im Folgenden – vor allem modern, ohne dabei corig zu sein, und verankern ihre Songs gerne um einen eingängigen Refrain, der das Herzstück der meisten Tracks stellt. Auch wenn das nach einem Schema F klingen mag, bieten ihre Stücke sowohl in sich als auch untereinander reichlich Abwechslung und lassen viele Details und Ausflüge in andere Genres entdecken. So versprühen viele Passagen mal einen deathigen Vibe, mal einen doomigen, und machen sogar den ein oder anderen Kurzausflug in den Sludge. Ab und an lässt sich auch die Vorsilbe „Post“ davorsetzen.

Das Moderne überwiegt

Gesanglich punktet Sänger Timo Rotten sowohl beim Klargesang als auch bei den Growls. Etwas gewöhnungsbedürftig sind dagegen sein Gesangsstil zu Beginn des ruhigen Tracks „Polaris“ sowie sein besoffen-vernuschelter Marilyn-Manson-Gedenk-Sprechgesang in „Water Rising“. Letztgenannter Track zeigt sich aber ohnehin eher experimentell und leicht irre, wodurch die Performance am Mikro wieder passt. Textlich geht es bei OCEANS so angsty zu wie schon früher im Nu Metal, doch auch weniger introspektive Zeilen sind dabei. So zitiert „Shadows“ lose das (angeblich) indianische Sprichwort „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann“.

„The Sun And The Cold“ kann man sich sehr gut anhören

OCEANS legen mit „The Sun And The Cold“ ein insgesamt sehr gelungenes Debüt vor, dessen Songwriting abwechslungsreich und dessen handwerkliche Umsetzung einwandfrei gelungen ist. Von der bereits erwähnten Eingängigkeit der Refrains abgesehen, hat sich allerdings nichts wirklich in den Gehörgängen festgesetzt. Auch hat es keiner der Tracks geschafft, den Impuls für die Repeat-Taste auszulösen. Ob OCEANS das momentane Fazit „kann man sich sehr gut anhören“ weiter ausbauen können und es schaffen werden, die Hörer zu fesseln und als Fans an sich zu binden, wird sich mit dem Release und der im nächsten Jahr anstehenden Tour mit EQUILIBRIUM zeigen.

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06.01.2020

headbanging herbivore with a camera

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