Onslaught - VI

Review

Galerie mit 16 Bildern: Onslaught - Rockharz Open Air 2016

Es ist müßig darüber zu diskutieren, warum Thrash Metal aus England auch nach gut dreißig Jahren immer noch eher stiefmütterlich behandelt wird und zahlreiche Vertreter ihrer Zunft ein Dasein im Underground fristen müssen. Mit zu den wohl geläufigsten Namen der britischen Thrash-Szene zählen mit Sicherheit ONSLAUGHT, die sich vor dreißig Jahren in Bristol zusammentaten, um inspiriert von der seinerzeitigen Hardcore-Punk-Generation und der in jenen Tagen grassierenden Heavy Metal der Heimat an heftigster Kost zu versuchen.

Solche kredenzt die Truppe selbstredend auch auf ihrem simpel wie unmissverständlich „VI“ betitelten sechsten Album, das trotz der logischerweise immer noch mächtigen Thrash-Basis, dennoch eine mehr als nur dezente Änderung der Gangart erkennen lässt.

Im Vergleich den früheren Scheiben – speziell aber zum direkten Vorgänger „Sound Of Violence“, mit dem die Herrschaften vor zwei Jahren darauf hindeuteten, dass sie es auch im gesetzteren Alter locker schaffen, der „Thrash-Jugend“ zu zeigen, wo der Hammer hängt – klingt „VI“ nämlich auf der einen Seite sogar noch ein wenig heftiger, zugleich allerdings auch technisch versierter und vor allem eingängiger.

Die „alte Schule“ wird dabei keineswegs verlassen, doch anstelle der bis zuletzt immer wieder durchschimmernden Hardcore-Punk-Rohheit haben sich nunmehr jede Menge fast schon flockige Mitsing-Refrains und Ohrwurm-Hooks in das Thrash-Geshredder eingeschlichen, die, ja, man muss es in dieser Deutlichkeit sagen, zuletzt wohl METALLICA im Angebot hatten.

Von daher darf man annehmen, dass einige der Granaten von dem von Thomas „Plec“ Johansson in den „Panic Room Studios“ in Schweden abgemischten Werk in Zukunft auch Einzug in die Setlist finden werden, um für noch ein wenig mehr Dampf zu sorgen, als es bei den ohnehin immerzu schweißtreibenden und energiereichen Live-Shows dieser Herren ohnehin Usus ist.

Exempel für hochwertige Thrash-Kost gibt es auf „VI“ jede Menge, hervorzuheben gilt es jedoch vor allem das in die Nähe der Intensität von früheren SLAYER-Tracks gelangende „Chaos Is King“, das vom Riffing her an alte ANNIHILATOR erinnernde „Fuckin‘ 6“, sowie das sich gnadenlos ins Gehirn einfräsende EXODUS-verdächtige „Dead Man Walking“ und der „Kil ‚Em All“-verdächtige Gnadenstoß „Enemy Of My Enemy“. Thrash As Thrash can!

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16.09.2013

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