Onslaught - Generation Antichrist

Review

Soundcheck August 2020# 3 Galerie mit 16 Bildern: Onslaught - Rockharz Open Air 2016

In einer Zeit, in der Bands häufig Platten mit 50 oder mehr Minuten Laufzeit veröffentlichen, wirken 37 Minuten geradezu anachronistisch. Wenn dann auch noch 2 Minuten für das Intro abgezogen werden, bleibt nur etwas mehr als eine halbe Stunde. So ist es im Falle der neuen ONSLAUGHT-Platte „Generation Antichrist“. Doch stellt das ein Problem dar?

ONSLAUGHT preschen Vorwärts

Die kurze Antwort lautet: Nein. Denn seien wir mal ehrlich, eine Menge der überlangen Alben heutzutage würde von einer kürzeren Spielzeit profitieren. Die meisten Bands haben spätestens nach 40 Minuten alles gesagt. Deshalb war es die absolut richtige Entscheidung, dass es ONSLAUGHT auf dem „VI“-Nachfolger lieber nach dem Mottot kurz und knackig angehen.

Nach dem erwähnten Intro geht es mit „Strike Fast Strike Hard“ direkt in die vollen. Eine solche Urgewalt bringen nur noch die wenigsten Thrash-Veteranen der 80er auf das Parkett. Neben messerscharfen Riffs und ultrabrutalem Drumming sorgt vor allem David Garnetts geil-asoziale Stimme dafür, dass man sofort die Faust in die Luft recken will.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist die unfassbar druckvolle Produktion. Ernsthaft, so viel Punch weisen die wenigsten Genreveröffentlichung vor, ohne im total sterilen Einheitsbrei zu versinken. Etwas, das ONSLAUGHT nicht passiert.

„Generation Antichrist“ lädt zur Wiederholung ein

Dazu kommen Brecher wie „Generation Antichrist“ oder „Addicted To The Smell Of Death“, die dank des schnörkellosen Songwritings schlichtweg alles umblasen. Das Geknüppel lockern die Briten regelmäßig mit Mid-Tempo-Stampfern wie „Bow Down To The Clowns“ auf. Dazu kommen zahlreiche überraschende Breaks, die nie erzwungen oder unpassend wirken.

Damit untermauern ONSLAUGHT von der ersten bis zur letzten Sekunde, dass sie ihren Kultstatus in der Szene zu Recht genießen. Und wenn die Platte ihr Ende erreicht, zeigt sich am stärksten, warum eine geringe Spielzeit kein Manko ist. Denn anstatt einfach zur nächsten Beschäftigung überzugehen, will man schlichtweg mehr von dem hier gebotenen Gebolze – und plötzlich ist der Finger über dem Repeat-Knopf.

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02.08.2020

"Irgendeiner wartet immer."

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Onslaught auf Tour

11.09. - 12.09.20Hellseatic - Open Air Festival - 2020 (Festival)Onslaught, Harakiri For The Sky, The Hirsch Effekt, Disbelief, Black Vulpine, Controversial, Fabulous Desaster, Galactic Superlords, Hexer, Iron Walrus, Kavrila, Mörser, The Hirsch Effekt / Caleya, Iron Walrus und NoisescapeBremer Woll-Kämmerei, Bremen
12.08. - 14.08.21metal.de präsentiertParty.San Metal Open Air 2021 (Festival)Dismember, Carcass, Mayhem, 1914, Alcest, Anomalie, Asphyx, Benediction, Beyond Creation, Blockheads, Blood Incantation, Borknagar, Bound To Prevail, Bütcher, Carnation (BE), Crom Dubh, Fleshcrawl, Graceless, Heidevolk, High Spirits, Impaled Nazarene, Kadaverficker, Katatonia, Lunar Shadow, Malevolent Creation, Månegarm, Motorowl, Nocturnus AD, Nornír, Nyktophobia, Obscurity, Onslaught, Origin, Razor, Revel In Flesh, Sacred Reich, Saor, Scalpture, Shape Of Despair, Sinners Bleed, Space Chaser, Thron, Total Hate, Uada, Visigoth, Whoredome Rife und Wolves In The Throne RoomParty.San Open Air, Obermehler

3 Kommentare zu Onslaught - Generation Antichrist

  1. nili68 sagt:

    Das ist guter Thrash. Hat nicht so’n Biertrinkender Assi vor’m Supermarkt-Flair *hust Exodus hust* sondern einfach geil!

  2. Steppenwolf sagt:

    Ist mir persönlich zu Mainstreamig… und bei der Bonded by Blood solltest du beachten das die 1985 erschien ist. Das ist eine absolute pionier Scheibe

  3. nili68 sagt:

    Man kann am Rande deren Pionierarbeit würdigen, aber beurteilen tue ich das 2020 nach meinem 2020-Standard. Tradition my ass. 😀