Overtorture - A Trail Of Death

Review

Intros? Schön atmosphärisch, womöglich mit akustischem Gitarrengezupfe oder sakralen Gesängen? Pah, das ist doch nur was für Pussies. – Zumindest scheinen sich das OVERTORTURE gedacht zu haben, denn deren zweites Album „A Trail Of Death“ steigt ohne Umschweife in altes, hartes und klangtechnisch furztrockenes Elchtodriffing ein. Von den ersten Tönen an ist klar: Den Hörer erwartet in der kommenden Dreiviertelstunde nichts anderes als richtig brutales Gemörtel.

Ein Versprechen, das OVERTORTURE halten – und trotzdem sind sie weit davon entfernt, lediglich stumpfen Death Metal zu spielen. Die zehn Stücke auf „A Trail Of Death“ sind nämlich nie bloß hart, sondern auch exakt auf den Punkt komponiert, an den Songs findet sich kein Gramm Fett zu viel – und keines zu wenig. Etwas großartig neues bietet der Fünfer rund um Leadgitarrist Magnus Martinsson (Ex-GRAVE) damit natürlich nicht, denn von Anfang bis Ende zeugt das Album von hörbarer Freude an den großen Namen des (Sub-)Genres. Aber OVERTORTURE zocken ihren Death Metal mit so viel Eingängigkeit, Groove, Brutalität, Musikalität und Fingerspitzengefühl für den richtigen Part an der richtigen Stelle, dass es eine wahre Freude ist.

Das einzige, was der Band jetzt noch fehlt, um sich auf eine Stufe mit anderen jüngeren (oder neu zusammengekommenen) Old-School-Death-Metal-Truppen schwedischer Art auf eine Stufe zu stellen, sind ein oder zwei große Hits. Denn obwohl „A Trail Of Death“ mit zum Beispiel „Mirrorkin“, „Maggots In Her Heart“, „Primitive Impulse“, „The Night Sky“ oder dem furiosen Rausschmeißer „To Rend The Flesh“ ein paar ordentliche Elchtodprügler beinhaltet, ist der echte Übersong nicht dabei. Das haben vergleichbare Old-School-Kapellen wie BLOODBATH oder ENTRAILS auf ihren letzten Alben besser hingekriegt. Aber wie gesagt: Viel fehlt nicht. OVERTORTURE – eine Band, die bitte jeder Fan von schwedischem Death Metal antestet und gefälligst auf dem Schirm behält. Danke!

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19.03.2015

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