Path Of Devastation - The Plagues Spawn

Review

Die ersten Schritte auf dem Pfad der Verwüstung sind getan, die jungen Band PATH OF DEVASTATION begibt sich mit „The Plagues Spawn“ in das weite Feld des toten Stahls. Leider ist der Sound sehr dürftig. Es dröhnt und rumpelt, das Schlagzeug mutiert zu einer einzigen Lärmmaschine und die Gitarren sind meist nicht mehr als ein Rauschen, aus dem einzelne Töne nur schwer herauszuhören sind; der Bass ist so gut wie gar nicht wahrnehmbar.

Musikalisch geht es überwiegend brachial und dabei mal schnell und mal schleppend zur Sache, Melodien-Geschredder und Blastbeat-Gehacke gehen beim Opener „Liefeless Dawn“ Hand in Hand. Bei „Dead-End Future“ wird die Geschwindigkeit dann ordentlich angezogen, was zur Folge hat, dass das Schlagzeug-Geschepper und die rasenden Gitarren einen undefinierbaren Lärm verursachen, aus dem bis auf gelegentliche Beckenschläge und das dumpfe Grunzen des Sängers über weite Strecken nicht mehr auszumachen ist.
Vor allem bei „Fallen“ geben dann glücklicherweise die stampfende Passagen den Ton an, was den ungemeinen Vorteil hat, dass man hier mal zur Abwechslung heraushören kann, was gespielt wird, allerdings täte hier ein wenig mehr Abwechslung sicherlich gut, denn allzu lange wird auf dem selben Thema ausgeharrt. Der Gesang orientiert sich über die gesamte Scheibe hinweg am altbekannten Wechselspiel von ultra tiefen Growls und hohem Gekreische und dient dabei als Aggressionsverstärker, wobei er aber niemals den Status eines tonangebenden Instruments erreicht.
Bei „Alone Versus All“ geht es überraschend ruhig mit einer Akustikgitarre los und nach einer kurzen Steigerung zerreist ein wütender Black-Metal-Part die andächtige Stimmung. Dieses Stück bietet mit seinen recht vielfältigen musikalischen Anleihen und diversen Breaks noch die meiste Abwechslung, wohingegen der letzte Song wieder eine klare Death Metal Orientierung besitzt.

Zwar trägt natürlich die dürftige Produktion maßgeblich dazu bei, dass die Musik nicht gerade besonders ansprechend daher kommt, darüber kann man aber bis zu einem gewissen Grad – gerade bei Demos – noch hinwegsehen und man gewinnt eine ungefähre Vorstellung davon, wie das Ganze im Prinzip klingen könnte. Trotzdem befinden sich PATH OF DEVASTATION auch musikalisch gesehen noch am Anfang ihres eingeschlagenen Weges, auf dem noch so manche Hürde zu nehmen sein wird.

07.08.2007

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