Paths Of Possession - The End Of The Hour

Review

Die neueste PATHS OF POSSESION-Attacke um George „Corpsegrinder“ Fisher (CANNIBAL CORPSE) an den Vocals nennt sich „The End Of The Hour“ und wir bekommen genau das geboten, was wir erwarten: knüppelnden Death Metal mit gar nicht mal so granteligen Vocals, einigen IRON MAIDEN-Licks und stets in dem Augenblick, wenn man die Tonlage für Death Metal als zu hoch oder zu traditionell erachtet, ein Absenken der Gitarren auf dunkle Akkorde.

So geschehen im Opener „Memory Burn“, der sich wie auch „The Ancient Law“ durch Midtempo schaufelt, unspektakulär, ein Gurgeln nur andeutend, dafür immer wieder moderat im Metal der Achtziger wildernd. Mir gefällt das besser als SFU oder CANNIBAL CORPSE, da vor allem der Opener ausgeklügelter komponiert ist, nicht so stumpf wie die genannten Bands. Die Soli und überhaupt die Gitarrenarbeit gefallen mir stellenweise sehr; was mich jedoch stört, ist diese verhaltene Produktion; da hätten PATHS OF POSESSION lieber so transparent produziert werden sollen wie JOB FOR A COWBOY, das würde den eher traditionellen Parts besser zu Totenkopfe stehen.

Leider begegnen wir im Verlaufe des Albums auch eher langatmigen Tracks. Klar, diesen stehen richtig gute wie der bereits besprochene Opener „Memory Burn“, „In Offering Of Spite“ oder der Titelsong „The End Of The Hour“ gegenüber. Dort ist das Verhältnis von Drive, Death, solidem „Normal“-Metal und Komposition gut ausbalanciert. Dennoch: bei einigen anderen Songs stimmen die Arrangements und Kompositionen noch nicht so recht. Zu absehbar und zu bekannt tönt dann das Liedgut, was schnell zu Ermüdungserscheinungen führt. Gerade auch die Drums müssen unbedingt druckvoll produziert werden. Es klackert da noch viel zu sehr und beim Sound einer Nähmaschine denke ich nicht an Death Metal sondern ans Müttergenesungswerk.

Dabei können sie wirklich ein geiles Riffing loslassen, wofür der Titelsong ein Paradebeispiel darstellt. Außerdem sollte diese Formation auch mal Speedattacken einbauen, ein instrumentales Break plazieren. Bisher klingt mir das noch zu harmlos, zu weich, zu austauschbar. Allerdings, was will man im Death Metal schon noch an Innovation erwarten?

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15.10.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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