Raven Woods - Enfeebling The Throne

Review

Seit nunmehr elf Jahren treiben RAVEN WOODS bereits ihr musikalisches Unwesen in der Türkei und haben sich in ihrem Heimatland auch bereits Rang und Namen erspielt, der internationale Erfolg blieb jedoch bisher aus. Das soll sich jetzt aber ändern, fünf Jahre nach ihrem Debüt “And Emotions Are Spilled…” melden sich die fünf Musiker aus Ankara zurück und präsentieren, unterstützt von ihrem neuen Label code666, ihr Zweitwerk “Enfeebling The Throne”.

Stilistisch sind sich RAVEN WOODS weitesgehend treu geblieben: Noch immer kredenzen die Türken eine brutale Mischung aus Black und Death Metal, gespickt mit einigen folkloristischen Elementen ihrer Heimat. Dennoch knüpft das Quintett nicht direkt dort an, wo es beim letzten Album aufgehört hat, die Türken haben sich enorm entwickelt, wirken gereifter und professioneller, ihre Kompositionen durchdachter, komplexer und moderner. Geschickt kombinieren RAVEN WOODS straightes, nach vorn peitschendes, düsteres Riffing mit zarten akustischen Passagen, die Titel sind spannend und abwechslungsreich arrangiert, die folklorisitschen Elemente werden passend in den sonst sehr brachialen Sound der Band integriert und rücken dabei nie stark in den Vordergrund, wie beispielsweise bei ORPHANED LAND, an die ich mich beim Anblick des Logos von RAVEN WOODS sofort erinnert fühlte. Auch Sänger Kaan Koyuncu, dessen Vocals mir auf dem Vorgängeralbum einfach zu gleichförmig erschienen und somit schnell zum Störfaktor der Musik wurden, hat ordentlich dazu gelernt, wechselt gekonnt zwischen Screams und überwiegend Growls, agiert ausdrucksstark, aggressiv und stört die Kompositionen nun keineswegs mehr.

Doch so positiv das bisher auch klingen mag und so hoch diese deutliche Entwicklung der Band auch anzurechnen ist, “Enfeebling The Throne” ist meiner Meinung nach dennoch nur gehobenes Mittelmaß. Einzig die folkloristischen Elemente geben den Songs RAVEN WOODS‘ einen Wiedererkennungswert, ansonsten wollen sich die Türken einfach nicht aus der breiten Masse abheben, was auch daran liegt, dass das Quintett einfach keine Hits schreiben kann. “Enfeebling The Throne” plätschert die meiste Zeit so an einem vorbei und auch wenn es gut gemacht ist, mag einfach keine Melodie bleibenden Eindruck hinterlassen oder dazu animieren, das Album wieder aufzulegen.

11.03.2011

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