Resurrection - Soul Descent - March Of Death

Review

Die ältere Generation wird sich zweifellos entsinnen – ja, sie muss sich entsinnen, war doch ”Embalmed Existence“ aus dem Jahr 1993 eine der größten Offenbarungen und Wegbereiter der kommenden Florida-Death-Metal-Szene. Wenige Jahre später trennten sich die Wege der Macher RESURRECTION, fanden sich aber nun seit 2005 wieder zusammen, auch wenn mit Klampfer John Astl lediglich noch einer des legendären Debüt-Line-Ups am Start ist. Nach einem dann doch maximal guten zweiten Album “Mistaken For The Dead“ aus dem Jahr 2008, senden die Jungs aus Tampa mit “Soul Descent – March Of Death“ ein weiteres Lebenszeichen in Form einer recht kurzen EP.

Mit den ersten Tönen folgen direkt auch die ersten Besonderheiten – zumindest insofern man heutige Verhältnisse als Referenz nimmt. Der kleine aber feine Unterschied zu vielen aktuellen Truppen ist, dass RESURRECTION nicht nach Old-School klingen, sondern einfach verdammt noch mal Old-School sind. Und das hört man mit jedem noch so simplen Akkord. Zunächst mal erscheint “Soul Descent – March Of Death“ gelinde gesagt relativ rumpelig. Der Drumsound hat etwas von einem hohlen Holzstamm, der Gesang von Fronter und Basser Damian Chavez klingt nicht gewollt bösartig, sondern naturell und aus dem Bauch heraus. Ebenso die geradlinigen Hooks, die enorm nach den alten Turnschuhen aus den Achtzigern stinken.

So charakterisieren sich Stücke wie “Cannibalized“ durch die gewohnten Trademarks der frühen Anfangstage mit vielen sich wiederholenden Elementen und irrwitzigen Soli, die unwillkürlich an unbeschwerte Tage von SLAYER und Konsorten erinnern. Dass RESURRECTION selbst entsprechenden Klassikern offensichtlich nicht abgeneigt scheinen, zeigt dann der Abschlusstrack nochmals mit Nachdruck. Schließlich haben sich die Amerikaner dort dem Meilenstein “The Trooper“ von IRON MAIDEN angenommen und präsentieren diesen weitgehend “untouched“ im angestaubten Death-Metal-Gewand.

Dennoch stellt sich abschließend eindeutig die Frage, wer heutzutage noch explizit auf diesen uralten Schrammelsound pocht, und auch dessen kompositorische Einfachheit mit Wonne aufsaugt. Mir persönlich fehlt bei dieser EP ein wenig der Tiefgang und die Substanz, auch wenn RESURRECTION ihrer Linie ohne Zweifel inständig treu bleiben.

30.04.2014

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