Rings Of Saturn - Lugal Ki En

Review

Da ist er wieder, der Vollidiot, der nun zum zweiten Mal in Folge die dämliche Plastikmucke dieser abgefuckten Amis aus Dublin in Kalifornien abfeiert. Ja, in der Tat hat das Zweitwerk von RINGS OF SATURN mit dem Titel “Dingir“ gewissermaßen einen Stein im Brett gehabt, weil es derart übergalaktisch, nahezu gezwungen plastisch modelliert klang, sodass es zweifellos etwas Besonderes darstellte. Zugegebenermaßen hat dieser hektische Irrsinn seitdem nur noch selten den Weg in meinen Plattenspieler gefunden, womit man durchaus davon sprechen kann, bewertungstechnisch etwas über das Ziel hinausgeschossen zu sein, auch wenn das Prädikat noch immer lauten darf: Die Jungs sind einfach wahnsinnig.

Nun, zwei Jahre später, fängt der Krampf also wieder von vorne an, wenn nämlich RINGS OF SATURN mit “Lugal Ki En“ erneut versuchen, die Hörer übers Knie zu legen. Um das Sprichwort ein wenig sinngemäß zu modifizieren – Wer einmal übertreibt, dem glaubt man nicht, doch wer die frische Platte der Kalifornier ungehört im mentalen Sondermüll platziert, der könnte unter Umständen tatsächlich etwas verpassen, denn der Vierer ist kompositorisch absolut gereift und legte größeren Wert auf tatsächliche Hörbarkeit seiner freakigen Ausstöße.

Keine Frage, die Mixtur aus nochmals wuchtiger einschlagenden Deathcore-Szenerien, intergalaktischen Geschwindigkeitsrennen und jazziger Extravaganz sowie vielen Frickelmomenten weit über den Tellerrand hinaus, bleibt nach wie vor ein enger Wettlauf zwischen Verderblichkeit, Verträglichkeit und Gaumenschmaus. Auch hier gehören für meinen Geschmack noch zu vielen Fragmente in das musikalische Bild von RINGS OF SATURN, sodass zu selten ein grandioser Song, gegenüber lediglich beeindruckenden Momenten entsteht. “Lugal Ki En“ macht einen deutlichen Schritt in Richtung Menschlichkeit und vermag sich sogar in den seltensten Fällen an dem Wort Konventionalität reiben, wobei dieses Prädikat ohne Zweifel ganz klar übertrieben ist.

Auch wenn im Sinne von “Dingir“ zwar von gewissen Highlights die Rede war, so erschien es dennoch enorm schwer, ebensolche überhaupt zu identifizieren. Dieser Weg wirkt auf der neuen Platte nicht mehr ganz so weit, ist aber trotzdem mit absoluter Vorsicht zu genießen. Ziemlich cool transformiert ist im Übrigen in jedem Fall das SUICIDE SILENCE-Cover “No Pity For A Coward“. Keine Scheu, ihr dürft ruhig reinhören!

24.10.2014

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 31672 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

5 Kommentare zu Rings Of Saturn - Lugal Ki En

  1. Brandy sagt:

    Ne du, lass ma…. 4/10

  2. honksen sagt:

    Ein absoluter Knaller. Von mir 8.5/10

  3. The Bleak sagt:

    Ziemlich gestörte Platte. Muss man definitiv in der Stimmung dafür sein. Dann aber richtig genial.

  4. Buddy sagt:

    Ich bin sehr zufrieden mit der neuen Platte, der vorletzte Song (ein Instrumental) war etwas schwächer als die anderen Songs und ob ein Cover von Suicide Silence nötig gewesen wäre ist auch fraglich. Sicher machen die Jungs ihren Job ganz ganz gut, gerade die Ups and Downs die Mitch Luker früher auch gut hingekriegt hat, schafft die Band sehr gut nachzuahmen. Nichts desto trotz würde ich der Platte auch maximal 7,5 Punkte geben. Ja okay überredet 8 Punkte.

  5. Krankh sagt:

    9/10 Ich feier es hart:D