Sacrificium - Demo 96

Review

Die deutschen Christen haben sich wohl vorgenommen, ihren satanischen Kollegen gehörig den Arsch zu versohlen. Hier regnet, äh sorry reignt zur Abwechslung einmal Jesus Christus und nicht der dauer(aus)gelutschte böse kleine Bruder oder das Blut. Zwar passen die Religion der Liebe und der gar nicht so lieb und brav klingende Deathmetal eigentlich musikalisch nicht zusammen, aber Sacrificium beweisen uns das Gegenteil. So verkünden sie denn auch in ihren Lyrics das Königstum Gottes, was einigen sicher sauer aufstossen wird, aber die Musik sollte für sich sprechen, und die ist es auf alle Fälle wert, beachtet zu werden, zumal sie ihr Handwerk scheinbar besser vertehen zu scheinen, als ihre Glaubensbrüder Mortification. Und die haben ja bekanntermaßen schon seit Jahren einen Deal. Sacrificium beherrschen sowohl zäh aus den Boxen quillenden, schleppenden Death, als auch höhere Temporegionen und unterstützen ihre Musik stets mit oldschoolmäßigen Gitarrensoli. Oftmals drängt sich mir der Vergleich zu Autopsy´s Mental Funeral auf, doch beweisen Sacrificium genügend Eigenständigkeit, so daß dieser Vergleich dann sogleich auch wieder ad absurdum geführt wird. Akustikgitarren kommen passagenweise ebenso zu Worte wie düster drückende Keys und stets legt sich beklemmend der Gesang darüber. Die vier Songs, allesamt von epischer Länge, bieten also genügend Abwechslung und Atmosphäre für mehrere Durchläufe und sind einwandfrei produziert, bis auf die teilweise etwas scheppernden Drums. Wie bereits am Titel zu sehen, ist diese Scheibe zwar bereits älteren Datums, demnächst wird ein Nachfolger erscheinen, ist aber immer noch für 15 DM zu haben. http://www.euphora.com/Sacrificium e-mail: sacrificium@gmx.net

25.11.1998

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