Smackbound - 20/20

Review

Den Finnen scheint die aktuelle Krise in kreativer Hinsicht gutgetan zu haben. Nachdem kürzlich die Jungs von HALYSIS mit “Cerulean” bereits einen echten Modern-Metal-Kracher hinlegten, haben es sich SMACKBOUND nun zur Aufgabe gemacht, mit “20/20” und ihrer Mischung aus Metal und Rock ebenfalls an die Spitze vorzustoßen.

SMACKBOUND: Frauenpower aus Finnland – das geht auch ohne Tarja

Wer an Finnland und Powerfrauen denkt, landet automatisch früher oder später bei Tarja Turunen. Während “In The Raw” aber eher im Einheitsbrei unterging, weht auf “20/20” ein deutlich frischerer Wind. Fronterin Netta Laurenne, die nicht selten an Noora Louhimo von BATTLE BEAST erinnert, weiß ab dem zackigen “Wall of Silence”, wie sie ihre Stimme einsetzen muss. Der temporeiche Beginn findet in schnelleren Tracks wie “Drive It Like You Stole It” und “Run” seine Fortsetzung und Gitarrist Teemu Mäntysaari macht kein Geheimnis aus seiner WINTERSUN-Vergangenheit. Da fügen sich auch die recht synthetischen Keyboard-Klänge gut ein und lassen den Gitarren immer genug Platz für ihren dicken Sound. Eine perfekte Rockplatte also? Nicht ganz, denn immer wenn das Tempo einbricht und SMACKBOUND mit langsamen, fast schon balladesken Tracks wie “Close To Sober” oder “The Game” um die Ecke kommen, versinkt das Ganze ein wenig in der Belanglosigkeit. Da ist man schon fast froh, wenn auf “Those Who Burn” wieder die richtig harte Keule geschwungen wird und Netta ordentlich sauer wird. Das funktioniert auch bei “Wind And Water“ ganz gut, das einen sauberen Abschluss für “20/20” liefert.

“20/20” ist ein guter Einstand mit kleinen Abstrichen

Abgesehen von den ruhigen Tracks liefern SMACKBOUND am Ende immer noch acht ziemlich gute Titel und könnten mit “Hey Motherfuckers” durchaus ihre Konkurrenten im Rockzirkus meinen, denen hier und da gezeigt wird, wie sich frischer Wind anhören muss. Fans von BATTLE BEAST, THE DARK ELEMENT oder den rockigeren Stücken von TARJA sollten hier definitiv reinhören.

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20.07.2020

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