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Solar Spine - Solar Spine

Review

Newcomer im eigentlichen Sinne sind Solar Spine beileibe nicht, vielmehr eine reformierte Band, die vor einiger Zeit schonmal ihr Unwesen trieb: Unter dem überstrapazierten Namen Gomorra mischte man mit der Eigenproduktion Reborn Into The Neverwhere die lokale Szene auf und konnte sogar internationale Fanzines überzeugen. Leider war der Ruhm von kurzer Dauer, löste man sich doch schon gleich nach dem CD-Release wieder auf.Mit etwas veränderter Besetzung ist die Band jetzt jedoch zurückgekehrt und versucht erneut die Musikszene zu bereichern. Die Eingriffe in das Bandgefüge haben allerdings nicht die wesentlichen Funktionen getroffen und so wurden lediglich die Posten des Bassisten und des Rythmusgitarristen neu besetzt. Somit kann man also musikalisch eine Weiterführung des eingeschlagenen Weges erwarten.
Und der war damals schon recht vielfältig und eigenwillig. Was damals noch wie ein ungeschliffener Diamant wirkte, formt sich so langsam zu einem ganz feinen Brillianten (Kommt die Band doch aus dem Edelsteinzentrum Idar-Oberstein…). Waren in der Vorgängerband sich die Musikanten scheinbar noch etwas unschlüssig über die Marschrichtung und gingen somit recht wirr vor, so sind die Songs heute um einiges kompakter, auf den Punkt gespielt. Da vermischt sich Death Metal mit Gothic, erhält einen 70er Einschlag oder ein Doom Riff, schlägt um in progressive Strukturen oder geht über in eine nette Kiffer-Rock Passage mit Psychadelic Einfluß. Dann wieder etwas Bombast gefolgt von einer Knüppelpassage. Aber nichts wirkt hier gekünstelt, aufgesetzt, das Material fließt ohne zu komplex oder überladen zu wirken. Sänger Sven Kessel hat sich weitaus verbessert, kann seine Stimme besser kontrollieren. Ob das nun ein Wutausbruch in geschriener oder gegrunzter Form sei oder ein Jim Morrison ähnliches Gewimmere, er versteht es, die Texte ansprechend zu transportieren. Die Platte ist zudem gut produziert, sehr basslastig, aber ausgewogen und kann mit „Eternal Embrace“ sogar einen kleinen Hit aufweisen. Ein grosser Trumpf der Band sind die im Ohr hängenbleibenden Melodien, die mich absolut überzeugen konnten, da sie nicht zu aufdringlich wirken, sondern mit viel Gefühl in das Soundgefüge gewebt wurden… Die Aufmachung der CD ist für eine Band solchen Statusses (sp?) überragend, wie die ganze CD an sich. Desweiteren befinden sich noch drei geremixte Gomorra Tracks auf dem Rundling, bei denen der Sound verbessert wurde, was die Spielzeit auf beachtliche 40 Minuten hebt… Bleibt nur noch zu erwähnen, daß die eingetüteten 15 DM unbedingt noch heute an die oben erwähnte Adresse rausgehen sollten.Die www Adresse auf der CD ist leider falsch, die richtige ist: http://www.student.uni-kl.de/~jungblut.

24.02.1997

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