Tanzwut - Eselsmesse

Review

Galerie mit 25 Bildern: Tanzwut - Eisheilige Nacht 2012 in Gießen

TANZWUT laden mit ihrem neuen Album zur „Eselsmesse“. Für die unter uns, die historisch nicht sonderlich versiert sind, besonders im Bezug auf verblasste Bräuche, sei es kurz erklärt: Die Eselsmesse war ein mittelalterliches Spektakel, in denen die niederen Ränge von Kirche und Kloster die legitime Gelegenheit bekamen, zu fi… ich meine natürlich „Liebe zu machen“ – auch sonstige Machtgefüge in diesen Reihen waren für den Tag der Eselsmesse außer Kraft. Wie aber klingt der neue Silberling? Es ist eine rein akustische Sache, ganz ohne E-Gitarren oder ähnlichem. Wer wie meine Wenigkeit ein rockiges Ding erwartet wird mit diesem Album aber nur bedingt glücklich werden.

Instrumental ist die Performance wie zu erwarten super, vokal solide. Was uns aber bei den Songs erwartet, reißt mich persönlich wenig mit. Das bedeutet nicht, dass es grundsätzlich schlechte Songs wären. Was mich persönlich in erster Linie irritiert ist die Tatsache, dass sich der ein oder andere Song schlicht anhört, wie bereits schon einmal wo gehört (aber nicht geklaut, Eyo!). Ganz konkret denke ich hier an keine geringere Formation als CORVUS CORAX. Besonders die ersten Takte in „Unsere Nacht“ erzeugen bei mir einen Widerhall  längst vergangener Veröffentlichungen aus den 90er Jahren, auch „Siria“ gehört dazu. Vielleicht kenne ich auch beide Formationen (inzwischen ja beide längst eigenständig) schon zu lange und zu gut, dass mir diese Dinge auffallen, und dennoch: Der Eindruck bleibt mir hartnäckig im Ohr. Jedoch ungeachtet dessen, und auch aller eigentlich doch treibenden Rhythmen des Schlagwerkes zum Trotze, zieht mich die neue TANZWUT nicht so wirklich mit. Mir geht es hier weniger darum, dass die E-Gitarren fehlen würden. Tatsächlich geht mir hier eines ab: Action, dichte Atmosphäre und an manchen Stellen das nötige Quäntchen Vollgas in den Tempi, auch wen „Par Deus“ am Ende zumindest ein bisschen anzieht.

Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, dass mir das Album als Zuhörer zu statisch ist. Wer kann schon sagen, ob es den Melodien zuträglich gewesen wäre, etwas mehr auf die Sackpfeife (Tube) zu drücken? Das weiß nur der Teufel. Wer allerdings stetigen, historischen Groove sucht, ist mit der Teilnahme an der „Eselsmesse“ gut beraten.

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15.06.2014

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