The Acacia Strain - You Are Safe From God Here

Review

Soundcheck Oktober 2025# 16 Galerie mit 25 Bildern: The Acacia Strain – The Cursed Tour EU/UK 2025 in Nürnberg

Seit über zwei Jahrzehnten gehören THE ACACIA STRAIN zu den konstantesten und kompromisslosesten Institutionen im Grenzbereich von Hardcore, Deathcore und Sludge. Während zahllose Genre-Kollegen kamen, verschwanden oder sich selbst verwässerten, blieb das Quintett aus Massachusetts bei ihrem eingeschlagenen Weg. Was 2001 als brutaler Beatdown-Hardcore begann, hat sich über die Jahre nicht nur verfeinert, sondern auch erbarmungslos komprimiert.

Kein Himmel, kein Trost, kein Entkommen

Die Grundidee des Albums ist ebenso simpel wie beunruhigend: Gott existiert – aber er bietet keine Erlösung. Sicherheit gibt es nur im Untergrund, im Dreck, im Lärm. Es ist weniger Blasphemie als Gedankenexperiment, doch musikalisch wird dieses Szenario mit maximaler Urgewalt umgesetzt. Der Großteil der Songs bleibt unter zwei Minuten, rast voran, tritt zu und verschwindet wieder. Deathcore, Beatdown, Hardcore, Doom und Sludge stehen hier nicht nur nebeneinander, sondern greifen ineinander wie Zahnräder einer Maschine, die nur ein Ziel kennt: Zerstörung.

THE ACACIA STRAIN wirkt wie eine konstante Abrissbirne

Der Opener „Eucharist I: Burnt Offering“ macht sofort klar, dass es keine Schonfrist gibt. Tiefergestimmte Gitarren, ein erdig-dreckiger Bass und Matt Guglielmos präzise wie brutale Drums treiben die Songs mit einer Mischung aus Hardcore-Punk-Tempo und tonnenschweren Breakdown-Gewichten voran. Stücke wie „The Machine That Bleeds“, „Aeonian Wrath“ oder „Holy Moonlight“ wirken wie kontrollierte Explosionen: kurz, brutal, effektiv. Trotz der relativen Kürze wirkt das Album nicht gehetzt. Im Gegenteil: Die Produktion ist roh, aber transparent, jede Bewegung sitzt. Der Bruch kommt am Ende, denn „Eucharist II: Blood Loss“ öffnet den Raum, den die vorherigen 20 Minuten bewusst verweigert haben. Doom, Post-Metal, Ambient und weiblicher Klargesang erzeugen eine unheimliche Ruhe.

„You Are Safe From God Here“ ist kein Wohlfühlalbum, kein nostalgischer Rückblick und weit weg von irgendeinem Zeitgeist. Es ist die vielleicht vollständigste, reifste und zugleich brutalste Veröffentlichung von THE ACACIA STRAIN und ein Beweis dafür, dass diese Band auch nach über zwanzig Jahren und überragenden Alben wie „Wormwood“ (2010) oder „Gravebloom“ (2017) nicht abschlafft, sondern konsequent abliefert. Freunde von WHITECHAPEL oder SLAUGHTER TO PREVAIL sollten hier dringend mal ein Ohr riskieren.

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04.01.2026

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1 Kommentar zu The Acacia Strain - You Are Safe From God Here

  1. EvilKnevil667 sagt:

    Brachialer Hassbratzen, läuft gut rein.

    8/10