The Acacia Strain - Gravebloom

Review

In Besetzungsangelegenheiten werden sich Fans und Sympathisanten von THE ACACIA STRAIN wohl an das ständige Kommen und Gehen neuer Gesichter, Matten und Tätowierungen gewöhnen müssen. Nach einer einigermaßen konstanten Line-Up-Phase zwischen 2007 und 2013 bestritt Shouter Vincent Bennett auch Studioalbum Nummer acht mit dem Titel „Gravebloom“ als einziges verbliebenes Gründungsmitglied. Erstmals in der Geschichte der Band konnte außerdem diesmal nicht innerhalb von zwei Jahren nach Release der letzten Platte neues Studiomaterial vorgelegt werden. Muss man sich Sorgen um eine Deathcore-Konstante machen?

Vincent Bennett ist gut aufgelegt

Der erste oberflächliche Blick auf das Cover Artwork von „Gravebloom“ überrascht erst einmal positiv. Hier liegt eine gelungene Umsetzung des morbiden Titelwortes vor. Ob THE ACACIA STRAIN da auch musikalisch ansetzen können?

Es hört sich in der Tat schwer danach an. Der Shouter gilt in Nerd-Talks zum Stand des modernen Metals oft als der austauschbarste Part von Metalcore/Deathcore-Truppe X. Vincent Bennett hebt sich diesbezüglich doch deutlich von so manchem Kollegen/Konkurrenten ab und schreit sich mit bemerkenswert vollem und aggressivem Organ durch die elf Songs auf „Gravebloom“. Auch seine düsteren Lyrics erreichen dabei, ohne BOB DYLAN gleich den Literatur-Nobelpreis streitig machen zu wollen, ein angenehmes Abstraktionsniveau.

THE ACACIA STRAIN liefern Atmosphäre und gutes Songwriting statt stumpfer Härte

Als düster lässt sich mit Fug und Recht auch die instrumentale Ebene von „Gravebloom“ bezeichnen. Zu ähnlichen Anteilen im Death Metal, Hardcore und im Djent verwurzelt und das Tempo von Song zu Song bekömmlich variierend, setzen sich Devin Shidaker und Tom Smith meilenweit von den Eintonspezialisten des Genres ab und liefern, ohne zu sehr ins Technische abzudriften, eine ganze Reihe packender Songs. Die beeindruckendste Darbietung liegt dabei wohl in Form des Neunminüters „Cold Gloom“ vor. Katalogisiert wäre dieser Monolith so etwas wie Progressive Deathcore Djent, aber Etiketten helfen in der Musik bekanntlich nur bedingt weiter. Erstaunlich hymnisch-düstere Momente gibt es auf „Gravebloom“ jedenfalls immer wieder. „Abyssal Death“ und „Walled City“ fahren bisweilen verstörende Clean-Gitarren auf und scheinen dadurch an Härte nur noch zu gewinnen. Dynamik und Atmosphäre erreichen auf „Gravebloom“ im Deathcore selten anzutreffende Höhen.

Mit „Gravebloom“ melden sich THE ACACIA STRAIN eindrucksvoll zurück und legen ein Album vor, das anstelle von stumpfer Härte musikalische Spannungsbögen schlägt und auf Atmosphäre setzt.

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30.06.2017

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