The Acacia Strain - The Most Unknown

Review

Wer düsteren Mosh mit ausgeprägtem Hang zum Bollotum mag, der kennt THE ACACIA STRAIN und im gleichen Atemzug auch EMMURE, die ja als Abziehbild von THE ACACIA STRAIN gelten. Hier zu Lande haben wohl eher EMMURE die Nase vorn in Sachen Bekanntheitsgrad, während THE ACACIA STRAIN noch nicht so recht Fuß fassen konnten auf dem europäischen Festland. Dass die Band aus Massachusetts in den USA ein größere Nummer ist, zeigt ihre neuen DVD „The Most Unknown“.

Disc eins bietet eine Liveshow in Worchester, der Heimat der Band, in einem mit rund 2000 Menschen picke packe vollen Club. Von der ersten Minute an brennt die Luft. Die Setlist besteht aus einem guten Querschnitt aus allen bisher veröffentlichten Alben und einem neuen noch unveröffentlichem Song. Nur leidet die DVD unter einem recht schlechten Sound und im Vergleich zu anderen DVDs aus diesem Genre schwachen Bildqualität. Die Gitarren drücken fett, nur sind die Vocals meist kaum zu verstehen. Sowieso wird die Musik von THE ACACIA STRAIN auf Dauer unheimlich eintönig. Hier wird stumpf und künstlich möchtegern Brutalität erzeugt, indem ein simpler Breakdown an den nächsten Breakdown gereiht wird. Live um ein wenig Dampf abzulassen sicher eine gute Sache, aber muss man nicht wirklich auf über eine Stunde und 21 Songs ausgedehnt haben. Auch der recht hecktische Schnitt macht die DVD streckenweise sehr anstrengend.

Disc zwei wartet dann mit einer weiteren Show, einige Wochen vor dem Mainevent in einem kleineren Rahmen gefilmt, auf. Die Setlist ist gekürzt und jeder der elf Songs ist auch während der ersten Disc zum Besten gegeben worden. Auch hier leidet der gesamte Auftritt unter dem gleichen Problem wie die erste Disc. Das auch während dieser Show vom ersten Ton an in gepflegter Bollo-Manier alles abgerissen wird, verkommt leider zur Nebensache. Außerdem gibt es als Extras noch Interviews zur Geschichte der Band. Freunde, Familie und befreundete Musiker kommen hierbei zu Wort. Wirklich spektakulär ist das nun nicht, aber für Fans der Band wird hier sicher Wissenswertes bereit gehalten. Ebenso unspektakulär: Die drei Music-Clips „Skynet“, „Angry Mob Justice“, „Smoke Ya Later“. Beide Extras sind heutzutage Standard-Beigaben jeder beliebigen DVD. Etwas interessanter ist hingegen die Rubrik „Ten Seconds Of Fame“, in der sich Fans zehn Sekunden zur Band oder sonstigem Nonsens äußern dürfen. Ganz lustig anzusehen, wie sich bunt gekleidete Szene-Kids oder irgendwelche amerikanischen Hinterwäldler zum Affen machen.

Alles in Allem ist die DVD eher unterdurchschnittlich geraten was Qualität, Sound und Extras angeht und hält in keinem Aspekt mit anderen Veröffentlichungen aus dem Genre mit. So ist sie wohl nur für wirkliche Die-Hard Fans zu empfehlen. Von der Musik an sich, reden wir am besten erst gar nicht…weil „laaaaaannnngggweilig!!!“ (Homer Jay Simpson).

Tracklist:

Disc 1 „Live At The Palladium“

01. Whoa! Shut It Down!
02. See You Next Tuesday
03. 3750
04. 4×4
05. Skynet
06. Brown Noise
07. As It Set Afire
08. Dr. Doom
09. Baby Buster
10. Cthulhu
11. Burnface
12. Combine
13. Angry Mob Justice
14. The Behemoth (intermission)
15. Demolishor
16. Balboa Towers
17. Passing The Pencil Test
18. Forget-Me-Now
19. Sun Poison And Skin Cancer
20. JFC
21. Carbomb

Disc 2 „Live At The Waterfront“

01. Whoa! Shut It Down!
02. See You Next Tuesday
03. 3750
04. 4×4
05. Brown Noise
06. Angry Mob Justice
07. As If Set Afire
08. Dr. Doom
09. Burnface
10. Sun Poison And Skin Cancer
11. Carbomb

09.06.2010

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