The Crevices Below - Below The Crevices

Review

Dis Pater, der Kopf hinter THE CREVICES BELOW, ist bei weitem kein spielwütiger Kindskopf, der irgendwo aus dem australischen Outback angehoppelt kam, um unschuldige Leute mit belangloser Musik zu malträtieren. Sein atmosphärisches Black-Metal-Projekt MIDNIGHT ODYSSEY hat es zu ziemlichem Ansehen gebracht und erntete vielerorts positive Kritiken. Via Nordvis Productions erscheint nun mit „Below The Crevices“ das erste Album seines neuen, erst 2011 gegründeten Symphonic-Black-Metal-Projektes.

„Below The Crevices“ ist eine klangmalerische Reise durch kühle, abgeschottete Grotten und Höhlen. Dazu bedient sich Dis Pater besonders stark beim Frühwerk von EMPEROR und verwendet zuweilen Motive, die an Bands wie LIMBONIC ART, SUMMONING und, was das extrem simple Riffing anbelangt, auch hin und wieder etwas an die ersten Alben der norwegischen Black-Metal-Band GEHENNA erinnern. Das düstere, unwirkliche Setting wird weiter verstärkt durch eine eher konturlose Produktion, durch welche die einzelnen Klangelemente zu einem luftigen Brei verschmelzen. Die Stimmungen variieren zwischen Heroismus, der sich vorwiegend in prägnanten Leadgitaren manifestiert sowie einer ganzen Bandbreite von skurillen, teils synthetischen Einsprengseln. Die Tasten sind bei THE CREVICES BELOW ohnehin ein unverzichtbarer Bestandteil der Klangkulisse und ergänzen die, bis auf besagte Leads und ein paar Clean-Experimente, äußerst primitiven Gitarrenläufe perfekt.

Es handelt sich hier um ein im positiven Sinne unspektakuläres Album, das von verträumten, stimmungsvollen Bildern lebt und zu keinem Zeitpunkt Gebrauch von großen Ausbrüchen macht. Die emotionale und suggestive Ebene pendelt auf sanfte, mühelose Art und Weise hin und her, die Strukturen sind eingängig, lassen jedoch auch Möglichkeiten zur eingehenderen Beschäftigung offen. Ich muss sagen, dass mir „Below The Crevices“ einen Tick zu berieselnd und zu wenig fordernd erscheint und wage zu behaupten, dass das Material von MIDNIGHT ODYSSEY eine Emotionalität gezeigt hat, von der auch THE CREVICES BELOW profitieren könnten. Alles in allem ist „Below The Crevices“ aber ein äußerst ansprechendes und insbesondere konzeptionell ziemlich interessantes Album geworden, das man Leuten, die ausufernden, kitschfreien und charaktervollen Symphonic-Black-Metal mögen, bedenkenlos ans Herz legen kann.

15.05.2011

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Below The Crevices' von The Crevices Below mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Below The Crevices" gefällt.

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 34158 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare