The Damnation - Evilution

Review

Na, das nenne ich mal gradliniges Geklöppel – Experimente oder Soundspielereien sind die Sache der Auricher Band THE DAMNATION zumindest nicht. „Evilution“ heißt ihre neueste Scheibe, und wenn vor gut fünf Jahren bereits das Demo „Into The Underworld“ sauber produzierten Death/Thrash-Metal alter Schule bot, so hat sich seitdem kaum etwas geändert.

Und das ist durchaus positiv zu verstehen: Angetrieben von präzise tackernden Drums, die wahlweise mächtigen Vierviertel- oder flotten Zweivierteltakt vorgeben, greifen die beiden Gitarristen in die Vollen und riffen sich durch den Death- und Thrashmetal der ersten zehn Jahre. Allerdings klingt „Evilution“ dadurch keineswegs antiquiert, wenngleich auch nicht sonderlich modern. Und an modischen Zierat wie Akustikgitarren, Keyboards oder Frauengesang ist gar kein Denken, und niemand wird solcherlei vermissen. Vielmehr nimmt der Opener bereits die Marschrichtung des letzten Tracks vorweg, und dazwischen gibt es genügend Stoff, um das heimische Wohnzimmer in einen Moshpit zu verwandeln. „Black Hell“ ist ein grandioser Opener, „Alien Invasion“ und „The Stoning“ trümmern genauso kompromisslos wie mitreißend, und der Titeltrack ist schlicht großartig.

In der zweiten Albumhälfte lässt die Spannung allerdings etwas nach: Zwar agiert der Vierer äußerst routiniert, doch was dem Album zum Ende hin fehlt, sind echte Überraschungen. Nichts gegen kurze und knackige Songs, aber die ein oder andere Finesse hätte den Kompositionen nicht geschadet. Das gilt auch für die Gesangslinien von Sänger Michael Meyer: Der klingt immerhin so, als wäre er der jüngere Bruder von Mårten Hansen (THIS ENDING, ex-A CANOROUS QUINTET), allerdings könnte er seine Performance insgesamt noch ein wenig aufpeppen.

Unter dem Strich ist „Evilution“ gerade durch diese Reduktion aber ein äußerst kompaktes Album – und trotz der obengenannten Abstriche ein überaus sympathisches Album, das genau das hält, was es verspricht: Gradliniges Geklöppel. Oder sauber produzierter Death/Thrash-Metal alter Schule. Oder beides.

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03.07.2009

- Dreaming in Red -

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