The Grotesquery - The Lupine Anathema

Review

Im Schein des Vollmondes sammeln sich die Werwölfe von THE GROTESQUERY. Anführer des Rudels sind der schwedische Death-Metal-Workaholic Roger „Rogga“ Johannson (PAGANIZER, RIBSPREADER und x weitere Bands) und der Florida-Veteran Kam Lee (MASSACRE). Seit zehn Jahren arbeiten die beiden Maniacs miteinander. Zum ersten Mal kamen sie zusammen, um mit BONE GNAWER das „Feast of Flesh“ zu feiern. „The Lupine Anathema“ ist bereits der vierte Langspieler unter dem Banner von THE GROTESQUERY.

THE GROTESQUERY sammeln sich im Licht des Vollmonds…

In der Band befinden sich neben Kam und Rogga inzwischen noch Johan Berglund (ex-DEMIURG) am Bass und Brynjar Helgetun (JUST BEFORE DAWN) am Schlagzeug. Auf den ersten drei Alben widmeten sich THE GROTESQUERY noch lovecraftschem Horror und Wahnsinn, auf dem neuen Album geht es um die eingangs erwähnten Werwölfe.

Kenner von Roggas Gesamtwerk werden auf diesem Album keine Überraschungen vorfinden. Der Schwede frönt dem Todesstahl alter Prägung in einem guten Dutzend Bands gleichzeitig. Jede von ihnen hat einen anderen Schwerpunkt, sowohl musikalisch als auch inhaltlich, auch wenn diese leichten Unterschiede für den Außenstehenden manchmal nicht unbedingt erkennbar sind. THE GROTESQUERY stehen in diesem Fall für makabre Erzählungen und düstere Melodien.

The Grotesquery Logo

Ebenso bemüht sich die Band um eine dichte Horror-Atmosphäre und füttert diese mit dem dezenten Einsatz von Keyboards, wodurch sie stellenweise wie eine ruppige Version von THE VISION BLEAK klingt. Dieser kleine Twist sorgt dafür, dass THE GROTESQUERY sich ein bisschen von der Masse der anderen Death-Metal-Bands abhebt, in denen Rogga die Saiten malträtiert. Insgesamt dominieren auf „The Lupine Anathema“ jedoch bewährte Death-Metal-Sounds der Marke AUTOPSY, DISMEMBER oder eben PAGANIZER. Ein angenehmer Mix aus schnellen Nummern aber auch Midtempo-Stampfern, von dem aber leider nur wenig hängen bleibt.

„The Lupine Anathema“ – düsterer Horror-Death-Metal

Die Produktion ist gut gelungen und klingt vielschichtig sowie wuchtig aus den Boxen. Kam Lees Stimme ist ziemlich tief gepitcht, was sich meistens sehr gut, an einigen Stellen aber überhaupt nicht in den Gesamtsound einfügt und etwas künstlich wirkt. Unterm Strich ist „The Lupine Anathema“ ein hörenswertes Album, das Fans zufriedenstellen dürfte, für die breite Masse aber dann wahrscheinlich doch zu sehr nach Schema F klingt.

30.03.2018

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