The Harvest Trail - Instinct

Review

Aus West-Australien erreichen neun ziemlich verschlagen klingende Death-Metal-Songs aus dem Hause THE HARVEST TRAIL die Gefilde in Übersee. Das dazugehörige Debut-Album hört auf den knappen Namen ”Instinct” und feuert nach kurzem Intro mit ”Victims” gleich ein wahres Feuerwerk an Riff-betonter Verspieltheit durch die Boxen.

Schwedischer Gitarren-Sound trifft auf kalifornischen Thrash

Mit dem Opener offenbart das Trio seine Stärken, die sich zu einem Konglomerat aus keifendem Geschrei, tiefem Growling und immer wieder einsetzenden Gangshouts zusammenfinden und einen extrem rockigen Bastard aus Old-School-Death-Metal und Skate-Thrash hervorbringen. Ein erstes Highlight stellt Song Nummer drei ”Rampage” dar, dessen Auftakt ebenso gut aus der Feder eines gewissen Kerry King stammen könnte. Nebenbei entwickelt sich das Stück zu einer rotzigen Death-N-Roll-Nummer im Stile von ”Wolverine Blues”.

”Instinct” bietet rhythmische Abwechslung

Das folgende ”Blood” lässt Freunde der schwedischen Altvorderen AT THE GATES die Ohren spitzen und besitzt einen anturnenden Groove-Abschluss. ”Genocide” wiederum wartet mit Core-lastigen Sequenzen auf, während die Gitarren wunderbar harmonisch aufheulen und das Schlagzeug enorm abwechslungsreich zwischen Half-Beat und Double-Bass changiert.

THE HARVEST TRAIL: Wann kommt der Durchbruch?

Zwischendurch werden, zugegeben sehr kurze, aber verzichtbare Synthesizer-Intros eingespielt. Auch das Stilmittel der wuchtigen Gangshouts findet einen teilweise sehr inflationären Einsatz, was beim sechsten Song keine wirkliche Überraschung mehr bringt. Dafür erstrahlt ”Strangeld” im Mittelteil in einem düsteren Keyboard-Part. Sehr schöne Umsetzung.

Alles in allem passiert auf ”Instinct” so viel, dass man beim ersten Hören kaum alle Details verarbeiten kann. Die neun Stücke sprudeln vor Energie und sauber gespielten Melodien. Manchmal enden die Songs allerdings etwas abrupt und man hat das Gefühl, dass die jeweilige Episode noch nicht zu Ende erzählt wurde. Kaum ein Lied überschreitet die Drei-Minuten-Marke.

 Ein Vertrag ist das einzige was fehlt

Für eine Eigenproduktion klingt der Mix sehr ausgereift und ausgewogen. Die ein oder anderen Optimierungen ließen sich bei längerer Studiozeit sicherlich positiv erarbeiten. Auf jeden Fall verdienen die Australier nach diesem Wink mit dem Zaunpfahl, Beachtung vom ein oder anderen PR-Manager, denn der Platten-Deal scheint unumgänglich zu sein. Mit dem professionellen Zuspruch eines Labels könnte aus THE HARVEST TRAIL der nächste heiße Scheiß werden. Was fehlt sind lediglich längere Songs und ein breit aufgestellter Vertrieb für das nächste Album.

03.04.2021

Left Hand Path

Der metal.de Serviervorschlag

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