The Warriors - See How You Are

Review

Die Kalifornier von THE WARRIORS haben sich ziemlich lange Zeit gelassen um endlich den von vielen herbei ersehnten Nachfolger zu „Genuine Sense Of Outrage“ nachzuschieben. Geschlagene vier Jahre musste die Gefolgschaft auf ein neues Album warten. Nun, jetzt ist das gute Stück endlich da und hört auf den bedeutungsschwangeren Namen „See How You Are“. In den vier Jahren, so scheint es, mussten die Krieger erst einmal sich selbst finden, um dann den ohnehin schon recht originellen Mix aus klassischen Old-School-HC-Elementen und metallischen New-School-Elementen auf die nächste Stufe zu hieven. Und der nächste logische Schritt steht THE WARRIORS gut zu Gesicht.

Denn sie schaffen es alte Trademarks beizubehalten, ohne sich selbst zu wiederholen oder sich vor Neuerungen zu verschließen. Da heißt: Wem der Vorgänger gefallen hat, der wird auch Gefallen an „See How You Are“ finden. Nur ist eben die Gewichtung der einzelnen Elemente anders. Und bei dem Stichwort Gewicht muss sofort der, durch die dicke Produktion hervorragend in Szene gesetzte, tonnenschwere Groove erwähnt werden. Dieser trägt die meisten der mit RAGE AGAINST THE MACHINE und REFUSED Reminiszenzen gespickten Riffs und zieht sich durch die ganze Platte wie ein roter Faden. Was im Umkehrschluss aber auch heißt, dass Ausbrüche in schnellere Gefilde weitestgehend unter den Tisch gefallen sind und die Krieger einem nicht mehr so direkt wie früher den Hintern versohlen. Stattdessen gibt es mehr Melodie und Songstrukturen mit viel Abwechslung.

Auch Shouter Marshall Lichtenwaldt klingt nicht mehr so aufgekratzt und bissig wie früher, eher nachdenklich und mit einem leicht deprimierten Unterton, was die Grundstimmung der Musik sehr gut einfängt.

Allerdings hätte ich mir hin und wieder doch mehr Tempo gewünscht, denn es kommt durchaus mal vor, dass sich ein Song etwas zäh dahinschleppt. Sonst gibt es aber nicht viel zu mäkeln. Gutes Teil dieses „See How You Are“!

16.03.2011

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