Thorn - Bio Satan Sex

Review

THORN? Gut, die vier Musiker aus Hürth bei Köln sind nicht die ersten und werden auch nicht die letzten sein, die ihrer Band genau diesen Namen geben. Und ebenso sind sie nicht die erste Death-Metal-Band, die genau diesen musikalischen Ansatz wählt, bewegen sich THORN auf ihrem Vier-Track-Demo „Bio Satan Sex“ doch in der Schnittmenge von SIX FEET UNDER und DEBAUCHERY. Das bedeutet, dass die Stücke oft im Midtempo durch die Boxen donnern, wenngleich sie immer wieder durch schnellere Passagen aufgelockert werden. Das verheißt aber vor allem straighten Death Metal ohne viel Schnickschnack, dafür aber mit einer gehörigen Portion Groove.

Das bedeutet von der ersten bis zur letzten Minute, dass Gitarrist Pillo sein Arbeitsgerät ebenso einfach wie effektiv bearbeitet. Leads, Soli oder allzu frickelige Sachen hat der Amischen-Lookalike in seiner ganz privaten Schatzkiste gelassen. Schlagzeuger Tobs nimmt meist mit gemächlichen Doublebass-Drums das Tempo auf, akzentuiert dabei immer wieder einzelne Schläge und sorgt bisweilen für unerwartete Tempoverschärfungen. Sänger Den steuert extreme Kehlkopfakrobatik bei, muss aber zwischen den Zeilen hörbar tief Luft holen. Dann wiederum klingt er wie ein Ferkel, das gerade durch den Fleischwolf gedreht wird. Insgesamt grooven die vier Stücke recht ordentlich und animieren immer wieder zum Mitnicken, wenngleich unter dem Strich einfach wenig im Ohr hängen bleibt. Vielseitig sind die Tracks ja, aber das eine oder andere Hammerriff fehlt einfach. Erwähnenswert ist aber die erstaunlich natürliche und druckvolle Produktion, die ein perfektes Fundament für die Stücke bildet.

Was hat es aber mit dem scharfen Titel „Bio Satan Sex“ auf sich? Nun, diesmal scheinen alle Untoten in ihren Gräbern geblieben zu sein. Vielmehr haben die vier Herren von THORN Spaß an selbstgedrehten Zigaretten und Bildern im Kopf. Ein ausgefallenes Sexualleben? Ich hoffe einfach mal nicht, dass der Text zu „Die alte Dame“ dem Alltag der Band entlehnt ist. Wenn Sänger Den zuletzt aber mit einem Gipsarm in Erscheinung getreten sein sollte – ich finge augenblicklich an zu zweifeln…

01.09.2008

- Dreaming in Red -

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