Throbbing Pain - Grave New World

Review

Death Metal made in Germany ist derzeit sicherlich nicht das schlechteste, was man auf der eigenen Fahne stehen haben kann. Neben einigen dicken Fischen bzw. Bands, die auf dem Weg dorthin sind (siehe DESERTED FEAR) brodelt insbesondere der Underground ziemlich mächtig. Teil davon sind sicherlich auch THROBBING PAIN, die immerhin schon seit 2008 existieren und seitdem eine Langrille namens „Hang, Draw And Quarter“ auf den Markt geworfen haben. Nach einigen Line-Up-Veränderungen, Sänger und Gitarrist wurden ausgetauscht, präsentieren die Hamburger nun ihe neue EP „Grave New World“.

Bereits das Cover-Artwork zeigt die Richtung auf, in die es THROBBING PAIN verschlagen hat. Old School Death Metal schwedischer Natur, was insbesondere auch beim Sound zutrifft. Im Vergleich zum Vorgänger passt auf „Grave New World“ diesbezüglich auch schon deutlich mehr zusammen. Amtliche Sache für eine Eigenproduktion. Mit Neu-Sänger Thede haben die Hamburger nun auch einen Mann am Mikro, der den Kompositionen der Band gewachsen ist und stimmlich auf der Höhe ist. Grundsätzlich als Referenz müssen natürlich ENTOMBED herhalten, die an allen Ecken und Enden grüßen. „Death Tank“ versprüht zwischenzeitlich deutlichen BOLT THROWER-Charme und erinnert vor allem zu Beginn an den Brecher „World Eater“. Abwechslung ist bei den fünf Songs auf jeden Fall geboten. Ob mal fies hämmernd wie im Opener „Brutal Humanity“ oder schwer walzend („Dead End Process“, „Hypochrist“), gestalten diverse Tempowechsel die knapp 25 Minuten recht kurzweilig. Das „Problem“ daran ist jedoch ein wenig, dass jeder Song irgendwelche blassen Erinnerungen an bekannte Größen wach werden lassen. Sogar alte AMORPHIS (zu Zeiten von „The Karelian Isthmus“) schimmern in einigen Momenten durch, wodurch immerhin mal ein wenig Abwechslung in den sonstigen Huldigungsmorast der immer gleichen Vertreter gebracht wird. Innovativ geht allerdings anders. Ein richtiges Problem ist es also nicht wirklich, mehr als sechs Punkte sind jedoch einfach nicht drin, wenn man seine Sache auf der einen Seite zwar solide macht, sich auf der anderen aber im Grunde nur an Taten alter Helden reibt, ohne nennenswerte Akzente setzen zu können.

01.12.2014

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