Throne Of Katarsis - The Three Transcendental Keys

Review

Im Hause THRONE OF KATARSIS ist es wieder ausufernder geworden: Gab es auf dem letzten Album „Ved Graven“ von 2011 mit „Av Dypets Kulde“ gerade mal einen Song, der an der Zehn-Minuten-Marke kratzte und keinen, der darüber hinaus kam (und sogar einen Song, der als Single vermarktet wurde), so wartet das neue Werk der Norweger mit nur drei Stücken auf, die allesamt über der besagten Marke liegen (einer davon sogar über der 20-Minuten-Marke) und auch in Sachen Songwriting wieder ein bisschen komplexer zur Sache gehen.

Was natürlich nicht heißen soll, dass sich THRONE OF KATARSIS auf „The Three Transcendental Keys“ großartig anders ausgerichtet zeigen: Die Norweger spielen immer noch das, was Norweger nunmal am besten können, nämlich Neunziger Black Metal der alten MAYHEM-Schule, besonders was die finster-okkulte Atmosphäre eines „De Mysteriis Dom. Sathanas“ angeht. Hin und wieder gesellen sich auch neuartigere, orthodoxe Elemente der Marke ONDSKAPT oder DØDSENGEL dazu, zum Beispiel wenn Sänger Infamroth im ersten Stück „Of Rituals (And Astral Spells)“ zum (recht eigenwilligen, aber guten) Klargesang greift, oder wenn das darauffolgende „Beyond The Specters“ sich erst einmal rund zwei Minuten in einer melodisch-kotzigen Doom-Orgie ergeht, bevor sich diese in einen Rumpelpart vor dem Herrn entwickelt. Ein um’s andere Mal gelingt es THRONE OF KATARSIS dabei, eine Art ritualistischer Stimmung aufzubauen, den Hörer durch das Wiederholen bestimmter, schleppender Parts in den Bann zu ziehen … und diese aber auch direkt aufzulösen, bevor es ZU monoton zu werden droht.

So ist THRONE OF KATARSIS mit „The Three Transcendental Keys“ wahrscheinlich ihr bestes Album seit „An Eternal Dark Horizon“ gelungen, an welches das neue Werk der Norweger sicherlich nicht ganz heranreicht, deren Nachfolger es aber teilweise recht deutlich schlagen kann. Ein Meisterwerk ist „The Three Transcendental Keys“ sicherlich weder auf dem Old-School-Sektor noch was metaphysisch/theologisch-orthodoxen Black Metal angeht, zumal es irgendwo zwischen diesen beiden Stühlen steht – aber aus beiden Ecken hat man auch schon deutlich mieseres gehört. Nicht zuletzt von dieser Band selber.

29.10.2013

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