Vacarme - Feast Of The Cannibal

Review

Eine Death Metal Band des älteren Kalibers hat sich nach einer langjährigen Pause wieder aufgerafft, um den Oldschool Death Metal erneut hochleben zu lassen. Die Rede ist von den französischen „Vacarme“. Sie spielten in den 90er Jahren zusammen mit Bands wie zum Beispiel „Mestema“, „Crusher“ oder auch „Mercyless“ und gewannen in nur kurzer Zeit die Zuneigung vieler Todesmetaller. Aufgrund von fehlender Motivation trennten sie sich jedoch 1994.
Als einziges Überbleibsel des orginalen Line-Ups kratzte „Stench“ im Jahr 2000 einige sehr talentierte Musiker zusammen, um die Band wieder auf die Beine zu stellen.

Naja, dann bin ich ja mal gespannt, was die Jungs hier fabriziert haben.

Was mir sofort sehr positiv auffällt, ist die Stimme des neuen Sängers „Steph“. Es handelt sich nicht so wie bei vielen anderen Death Metal Bands um eine dieser „0 8 15“ – Stimmen, die das Keifen eines zu Tode gequälten Tieres oder das Geräusch einer grade betätigten Klospülung wiederspiegelt. Nein, ganz im Gegenteil…!
Er hat seinen eigenen, gewöhnungsbedürftigen Stil entwickelt, an dem man sicherlich noch feilen kann. Teilweise hört er sich noch etwas schwach an, alles in allem aber recht interessant.

Die Riffs klingen alle sehr nett und sind auch technisch hoch angesiedelt. Es macht durch und durch Spaß der Gitarrenarbeit zu lauschen, da sie sehr abwechslungsreich ist. Mir scheint als würden sie von Break zu Break das Genre wechseln. Im einen Moment hört man noch ein oldschooltypisches „Frikle“-Riff und im Anderen wieder Thrashmetalpassagen.

Der Schlagzeuger „Fred“ versteht wirklich was von seinem Handwerk, das ist deutlich zu erkennen. Dem Hörer wird durch doomige Parts, überwiegenden Mid-Tempo Passagen und gut platzierten Brakes mit darauf folgenden Blastattacken wirklich etwas geboten.

Zum Schluss kommen wir noch kurz zu dem Song, der meinen Geschmack am stärksten getroffen hat. Es handelt sich um „Dead Bastard“. Ein wirklich sehr geiles Stück in dem ordentlich geprügelt wird. Die Stimmlage von „Steph“ wirkt hier richtig genial, sei es das Growlen oder das Kreischen nach einem länger andauernden Knüppelpart. Hierzu noch das bestialische Songwriting, also wirklich, Respekt!

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die CD Spaß gemacht hat. Alteingesessenen Death Metallern wird die CD auf jeden Fall gefallen, da sie nach meinem Empfinden zu 90 % auf dem Old School Death Metal basiert. Von der Masse der Underground Bands werden sie sich mit dieser Demo jedoch noch nicht hervorheben können.

06.01.2005

Der metal.de Serviervorschlag

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