Vinegar Hill - Monophobia

Review

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VINEGAR HILL aus Österreich sind mit ihrer zweiten Langspielrille „Monophobia“ am Start und klingen darauf so, als hätten sie die Blüte des schwedischen Melodic Death Metal miterlebt und -gestaltet. Die frühen IN FLAMES sowie DARK TRANQUILITY kommen einem in den Sinn, wenn „Monophobia“ im Plattenspieler rotiert. Tatsächlich merkt man VINEGAR HILL ihre Herkunft kaum an, so überzeugend können die Österreicher klingen. Die Produktion ist ebenfalls gelungen, auch wenn die Gitarren manchmal ein kleines Stück zu sehr in den Hintergrund gemischt wurden, gerade wenn die wiederum gelungenen Synthesizer einsetzen. Dennoch gibt es einige kleine, ärgerliche Schnitzer, die dann doch ins Ohr stechen (aua).

Das Klangbild von „Monophobia“ wird durch den klaren Gesang etwas gestört, der zwar nicht schief, aber sehr gezwungen klingt, teilweise sogar ein kleines bisschen ZU sehr an Anders Fridens frühe und bescheidene Singstimme erinnert. Die Darbietung ist wenig dynamisch und die Gesangsmelodien selbst fallen sehr klischeehaft aus, sodass die cleanen Passagen sehr unbeholfen wirken. Des Weiteren sind die Gitarren nicht immer ganz sauber gespielt. Das fällt bei den Soli auf, speziell im Opener „The Shadowman“ sowie bei „The Ominous Needs“, und ist also nicht gerade subtil. Hier sollten VINEGAR HILL unbedingt nochmal nachfeilen.

Trotzdem ist „Monophobia“ gar nicht übel. Klar, das Rad wird hier nicht gerade neu erfunden, dennoch legen VINEGAR HILL eine überzeugende Vorstellung aufs Parkett, schon allein deswegen, weil die die Qualität wesentlich konsistenter ist als auf den vorangegangenen Releases. Fans des melodischen Death Metal nach schwedischer Art sollten diese Band auf jeden Fall mal im Auge behalten, zumal mit „The Cage“, „Beauty No More“, „Something That Sleeps“ und „Firebirds“ die Hitdichte ziemlich hoch ist.

22.06.2015

Redakteur für Prog, Death, Grind, Industrial, Rock und albernen Blödsinn.

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