
Eure Fragen an die Redaktion
Q & A (Teil 1)
Special
06. Was verdient man bei metal.de?
Die tollen Begegnungen, das Arbeiten mit Bands, von denen wir teilweise seit dreißig Jahren glühende Fans sind und das „Business“ auch mal von der anderen Seite der Theke aus zu erleben, ist für uns selbst unbezahlbar und – so pathetisch es auch klingen mag – Lohn genug.
07. Wieso ist eure Suchfunktion eigentlich so schlecht?
Wir geloben Besserung und arbeiten derzeit an einem Re-Launch unserer Webseite. Dabei nehmen wir auch bessere Optionen für die Seiten-interne Suchfunktion unter die Lupe. Im Moment müssen wir leider alle noch damit leben.
08. Was tut Ihr eigentlich so für den Newcomer?
Unser Dezember-Soundcheck beinhaltet ausschließlich selbstproduzierte Veröffentlichungen, von unbekannteren Bands. Im kommenden Jahr haben wir auch etwas noch geheimes zu dem Thema geplant und auch sonst haben wir immer ein Herz und vor allem ein paar offene Ohren für den Nachwuchs. Checkt dazu einfach mal unsere Albumreviews, den YouTube-Kanal, auf dem auch Interviews und Features mit jungen Bands zu finden sind. Aber natürlich geht in diesem Bereich immer noch mehr. Wenn ihr Bandvorschläge oder Ideen habt, schreibt uns gerne.
09. Gibt es bei Euch keinen Qualitätscheck?
Wir haben ein Lektorat, das eben von einem professionell arbeitenden Team geführt wird. Nicht jeder Artikel kann dort auf Herz und Nieren überprüft werden, aber gerade in der Einarbeitungsphase neuer Redaktionsmitglieder legen wir sehr großen Wert auf regelmäßige Checks und Feedbackrunden.
10. Woher kommt metal.de eigentlich?
Gegründet wurde das Magazin 1996 in Berlin unter dem Namen „The Dark Site“ und seit 2009 hat sich eine Gruppe befreundeter Metalheads im Schwabenländle, nahe Stuttgart zusammengetan und das Magazin von dort aus weitergeführt. Die Geschäftsführung ist immer noch dort ansässig, aber mittlerweile setzt sich die Redaktion aus Mitgliedern aus ganz Deutschland zusammen.
11. Wie viele Mitwirkende hat metal.de?
Aktuell besteht die Redaktion aus 80 Menschen, die wiederum in unterschiedlichen Ressorts arbeiten. Dazu gehört die Fotoredaktion mit 19 Leuten, die Social Media Redaktion mit 9, unser Podcast-Team mit 2 Redakteuer:innen, jeweils ein Ressort für Specials, für die Koordination von Interviews und unser Verteilerteam, dass intern das „bärtige-Zwei-Mann-Verteiler-Team“ genannt wird.
Außerdem haben wir ein Lektorat mit 2 Mitgliedern, ein Ressort für Premieren, eines für Touren und eines für die News. Außerdem besteht die Geschäftsführung aus drei und die Chefredaktion ebenfalls aus drei Personen.
Interessante Alben finden
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Oliver Di Iorio




























Morjen morjen,
ich finde, man muß ein Album mehr als einmal hören – um es wirklich bewerten zu können – ich selber schreibe teilweise die Noten mit, um mir das Arrangement genauer anzusehen und zu analysieren –
und konzentriere mich mehr auf einzelne Instrumente, um diese wiederum einzuordnen.
Es geht ja nicht nur darum, ob das rockt, sondern auch im Innovation, Interpretation und Komplexität.
Mir persönlich sind viele Reviews viel zu kurz, sagen fast nichts über die Musik, dafür jede Menge Blabla vom Promomaterial übernommen, daß mit der Review gar nichts zu tun hat.
Welche Empfindungen werden beim Hörer geweckt, worum geht es beim Album genau, wer hat das Cover gemacht, was soll es darstellen, wie ist die Musik aufgebaut, wie gesoundet usw. – alles viel wichtiger als wer wann mit wem usw.
Und es gibt eine Menge Alben, die schälen sich erst mit der Zeit frei – beispielsweise AHAB und Coral Tombs – ich brauchte 3 Durchgänge, bis ich halbwegs mit der Musik klar kam und mich reinversetzen konnte – bis es mich umhauten waren sicher mehr als 5 Durchgänge erforderlich – ich erinnere mich gut, den ersten Durchgang brach ich entnervt nach 3 Lieder ab, im Nachhinein für mich ein Refernzmeisterwerk, hätte ich beim ersten Durchgang ne Review gemacht – wäre es in der Kritik zerrissen worden.
Als Reviewer unter Druck setzen, um Masse zu liefern ist der größte Fehler-
Reviews von Vorab Promos in MP 3 zu machen ist der nächste Fehler – manches kommt erst rüber, wenn der Sound stimmt. Übersteuerungen sind bei MP 3 keine Seltenheit, da dort der Pegel eh um 2-3 db höher ist, als im Original –
und wenn was an der Grennze ausgesteuert ist, kommt das kalte Clipping, daß die Musik vernichtet.
Hier mal ein Beispiel, wie eine Review von mir aussehen würde:
https://betreutes-hoeren.de/Forum/showthread.php?tid=729&pid=14670#pid14670
Ändert aber nichts dran, daß ich um Plattformen, wie diese hier, froh bin, auch wenn mich schon manchmal nervt, mit wie wenig Demut man an die Sache rangeht und wie schnell so manches runtergehauen wird, weil noch ein Stapel weiterer Promos wartet. Unter mit Musik beschäftigen, auseinnandersetzen und analysieren und bewerten verstehe ich persönlich was ganz anderes, als das, was man im Netz findet.
Auch sollte man aus meiner Sicht wie in professionellen Print Magazinen die Musik getrennt von der Produktion und der Innovation bewerten. Also mindestens 3 Noten vergeben: Mucke, Interpretation/Innovation und Produktion.
Letzteres sollte man mit Meßdaten und idealerweise mit Angabe der Dynamic Range vornehmen – bei digitalen Medien auch die Bittiefe.
Bitte nicht böse sein, aber das sind Gedanken, die ich schon immer mal loswerden wollte.
Ich dagegen bin froh über einen kurzen, aussagekräftigen Text über ein Album. Ganz für mich entdecken will ich es ja noch selbst und mag es gar nicht, wenn jemand eine Platte kaputt und leer analysiert. Das les ich mir dann auch sicher nicht durch. Als nicht professioneller Musiker hab ich aber auch weder die Zeit noch die Lust so tief einzusteigen.
Früher hab ich wahllos in Printkatalogen „klingt wie“-Anweisungen gesucht, damit ich in etwa das bekomme, was ich will. Das reicht mir oft fast schon, um reinzuhören. Um kurz Äpfel mit Birnen zu vergleichen, aber ich lese mir auch keine Interpretation eines Gedichtes durch, bevor ich nicht selber einsteige. Aber ich kann deinen Ansatz schon verstehen, halte ihn für ein Mag wie metal.de für eher unrealistisch.