wir haben Bier gebraut
Zu Gast bei Brewer's Tribute

Special

Bitte beachtet: Wenn ihr am Braukurs der Brewer’s Tribute teilnehmen wollt,könnt ihr über den Code „metal.de“ bei der Anmeldung Geld sparen. Statt 120 € zahlt ihr nur 99 €.

Fakten zum Braukurs

– Rohstoffkunde
– Kursleitung durch diplomierten Braumeister
– 6er-Pack Bier zum Mitnehmen
– Kursdauer: 5-8 h.

Foto von Brewer's Tribute - Bierbraukurs

Brewer’s Tribute – Die Brauerei in Berlin Marzahn

Zur Verköstigung gibt es Bier und eine Auswahl alkoholfreier Getränke während der gesamten Kursdauer. Mit inbegriffen ist auch ein leckeres Frühstück, bei dem Treberbrot und eine Auswahl frischer Wurstspezialitäten vom Bauern angeboten werden. Vegetarische Alternativen natürlich ebenfalls.

Vormittage in Großstädten sind für den geneigten Metalhead nicht leicht zu füllen. Während abends nahezu in jedem Ort ein Konzert oder zumindest ein Club mit harter Gitarrenmusik seine Pforten öffnet, kann die Zeit davor zäh werden – natürlich völlig überspitzt formuliert. Denn glücklicherweise sind wir ja alle Menschen mit mehr als einer Leidenschaft, hoffe ich zumindest. Doch was passt neben der Musik, egal ob wir in einer Bar rumhängen, ein Konzert besuchen oder die Zeit einfach im Park bei sonnigen Temperaturen verbringen, besser als Bier? Eigentlich nichts. Und der Zusammenhang Heavy Metal und Bier lässt sich nicht nur auf diversen Festival-Campgrounds beobachten und belegen, sondern zieht sich auch durch den Alltag und wird sogar in etlichen Songs thematisiert – man denke nur an TANKARD. Dass neben den Supermarkt-Bieren aber noch viele andere schmackhafte Sorten lauern, muss man Bier-Connoisseuren nicht erklären. Denn gerade die Biere kleinerer Brauereien liegen mittlerweile im Trend und auch Craft-Beer kommt immer mehr in großen Supermarkt-Ketten an. Also fragten wir uns: Was zeichnet diese Beliebtheit aus, die inzwischen sogar eigene, metallische Sorten erhältlich macht?

Galerie mit 31 Bildern: Brewer's Tribute - Berliner Craft Beer Brauerei

Zu Besuch bei einer der freundlichsten Brauereien in Berlin

Wir wollten uns das einmal genauer anschauen und wurden vom freundlichen Team der BREWER’S-TRIBUTE-Brauerei zu einem Braukurs in Berlin eingeladen. Der Ort, wo sechs leckere Bier-Varianten gebraut werden, liegt auf einem unscheinbaren Hinterhof einer ehemaligen Tierbörse. Die knapp zwanzig Kursteilnehmer setzen sich aus den unterschiedlichsten Altersklassen zusammen und reichen von Studenten bis Facharbeitern. Während sich einige tatsächlich für die Kunst der Brauerei interessieren, hält der eine oder andere schon Ausschau nach der ersten Kaltschale des Tages. Letztere werden bereits während der einleitenden Worte von Brauereimeister Marcel auf ein angeschlossenes Fass hingewiesen, das gerne geleert werden darf – die Mienen hellen sich auf. Es stehen aber auch Kaffee und Wasser bereit, für alle, denen Bier um 10:00 Uhr noch etwas verfrüht erscheint. Ansonsten beginnt der Tag zunächst mit einer kurzen Geschichtsstunde zur Entwicklung der Braukunst; schließlich war das, was wir heute in unserer Freizeit konsumieren, früher ein wichtiges Nahrungsmittel und Handelsgut. Oft allerdings mit keinem oder einem sehr geringen Alkoholgehalt.

Foto von Brewer's Tribute - Bierbraukurs

Brewer’s Tribute – Jonas und Marcel beim Bierbraukurs

Insgesamt erinnert die erste Stunde an diesem Morgen an eine Mischung aus Geschichts-, Bio- und Chemieunterricht, allerdings mit einem deutlich spannenderen Thema als seinerzeit in der Schule. Es gibt auch direkt den ersten Dämpfer für jene, die über eine Umschulung zum Braumeister nachdenken – der Job besteht zu 90 % aus putzen, wie uns Marcel verrät, der übrigens auf eine metallische Vita blickt und bei dem auch gerne Mal HAMMERFALL oder ICED EARTH aus der Anlage schallen. Dafür darf er aber auch rumsauen – Eimer einfach auf den Boden kippen oder etwas aus den riesigen Tanks ablassen, gehört hier zum Alltag, auch wenn Mama das vermutlich nicht so geil findet.

Bierbrauen bedeutet auch Putzen und Warten

Foto von Brewer's Tribute - Bierbraukurs

Brewer’s Tribute – Braumeister Marcel beim Bierbraukurs

Der zweite Wermutstropfen: Viel in der Kunst des Bierherstellens hat mit Warten zu tun. Heißt, dass immer nur einige der Teilnehmer interaktiv mitmischen können. So zum Beispiel beim Einmaischen, wenn das geschrotete Malz mit Wasser vermischt und aufgekocht wird. Auch beim Läutern darf Hand angelegt werden. Hier wird das übriggebliebene Malz von der Maische, also dem flüssigen Teil, getrennt. Im Ergebnis entsteht die sogenannte Würze, die schon trinkbar ist und einen sehr eigenwilligen Geschmack hat. Erinnert etwas an Tee mit leicht „bieriger“, aber süßer Note. Auch beim Malz bzw. dem Getreide ist auf die Sorte zu achten und auch hier darf bereits roh vorab gekostet werden – besonders auffällig ist das Sauermalz, das seinem Namen alle Ehre macht. Es spielt eine große Rolle, welches Getreide verwendet wird. Dieses kann auch durch andere stärke-/zuckerhaltige Zutaten wie Honig ersetzet werden. Allerdings geht dies nicht konform mit dem Reinheitsgebot. Eine kurze Übersicht, welche Getreidesorte ihr für welches Bier nutzen solltet:

Foto von Brewer's Tribute - Bierbraukurs

Brewer’s Tribute – Bierbraukurs

  • Weizen: Typischer Weißbiergeschmack. Der etwas bananige Touch kommt durch die Hefe.
  • Roggen: Schmeckt ähnlich wie Vollkorn-/Schwarzbrot.
  • Hafer: Schmeckt wie ein Müsliriegel.
  • Gerste: Bringt den typischen Biergeschmack.

Es lassen sich auch weitere Sorten wie Dinkel und Emmer verwenden.

Während des Aufkochens bleiben immer wieder längere Pausen. Hier hat sich das BREWER’S-TRIBUTE-Team, zu dem auch Geschäftsführer Jonas und Vertriebler Thomas gehören, einiges einfallen lassen, um ihre Gäste bei Laune zu halten. Neben weiteren Details zum Entstehungsprozess und der Historie gilt es einerseits, das Fass zu lehren, Fragen zu stellen und lockere Unterhaltungen zu führen. Andererseits pflegen die Herren ein gutes Verhältnis zu einem Bauern aus dem Berliner Umland, der die Jungs im Gegenzug für die Versorgung mit Trebern (die Reste aus dem ausgekochten Malz), das als hochwertiges Tierfutter gilt, mit Wurst beliefert. Aus Treber lässt sich übrigens auch leckeres Brot backen, das hat Jonas, gelernter und ehemals praktizierender Koch, am Vortag gemacht. So ergibt sich ein leckeres Frühstück, das als erste längere Pause dient und Teilnehmer und Kursleiter in einer entspannten Atmosphäre zu Gesprächen einlädt.

Foto von Brewer's Tribute - Bierbraukurs

Brewer’s Tribute – Bierbraukurs

Anekdoten aus der Historie: Die Brauerei war bei den Germanen reine Frauensache

Wir erfahren zum Beispiel, dass die Brauerei bei den Germanen reine Frauensache war und sich erst im Mittelalter zu einer Männerdomäne entwickelte – denn als die Brauereien entstanden, mussten die Zutaten geschleppt und von Hand gerührt werden. Heute sind wieder viel mehr Frauen in diesem Gebiet unterwegs. Auch die Frage, warum manche Supermarkt-Sorten nach Gras schmecken, ist schnell geklärt. Gläser, Glasflaschen oder auch durchsichtige Becher lassen Licht auf den Geschmack wirken – das Phänomen nennt sich Lichtgeschmack. Die optimalen Behältnisse für nachhaltigen Biergeschmack sind also eher Fässer oder Dosen … was uns schon lange klar war, findet heute seinen Beleg. Apropos Geschmack: Neben dem Malz ist vornehmlich die verwendete Hopfen-Qualität entscheidend. Auch hier gibt es vorher Kostproben – Unterschiede machen sich bereits im Rohtest bemerkbar.

Foto von Brewer's Tribute - Bierbraukurs

Brewer’s Tribute – Bierbraukurs

In der Regel schmeckt es herb oder bitter (auch die Kochzeit ist übrigens für den Geschmack entscheidend). Anschließend muss noch die Hefe dazugegeben werden, denn auch diese hat Einfluss auf den Geschmack. Es gibt einiges zu beachten beim Brauen und der Aufwand sowie die Geduld können zu einer echten Probe werden. Doch wer einmal selbst Hand anlegen will, ist bei einem Braukurs besser beraten als mit den Anleitungen im Netz. Ist erst einmal alles vorbereitet, kommen wir allerdings zum traurigen Teil des Tages – wir können unser eigenes Bier leider nicht kosten. Denn Bier muss ein paar Tage gären und kann erst dann als Jungbier abgefüllt werden – besser ist eine weitere Lagerung. Natürlich hat die BREWER’S TRIBUTE aber auch hier vorgesorgt: Neben dem partout nicht zu leerenden Fass erhält jeder Teilnehmer ein Sixpack mit verschiedenen Sorten der Brauerei für den Genuss zu Hause.

Wer also mal ein Wochenende in Berlin verbringt und noch nichts für den Tag geplant hat oder sich gerne einmal über die Braukunst schlau machen möchte, ist bei der BREWER’S TRIBUTE bestens untergebracht. Es gibt nicht nur inhaltlich Spannendes zu erfahren, auch das kleine und sehr sympathische Team macht den Aufenthalt zu einem Genuss. Etwas Zeit müsst ihr aber einplanen, denn der Kurs hat eine Dauer von fünf bis acht Stunden und beginnt bereits um 9 Uhr morgens. Dafür ist das hochwertige und vielseitige Frühstück im Preis inbegriffen.

So nehmt ihr am Braukurs teil

Foto von Brewer's Tribute - Bierbraukurs

Brewer’s Tribute – Die Bierbrauer Jonas, Marcel und Thomas (v.l.n.r.)

Um teilzunehmen wendet euch direkt über die Brewer’s Tribute Homepage oder Facebook-Seite an die Brauerei. Das Stichwort „metal.de“ sichert euch den Rabatt. Die nächsten Termine sind:

13.10.18 – deutsch
14.10.18 – englisch
10.11.18 – deutsch
15.12.18 – deutsch
16.12.18 – englisch
19.01.19 – deutsch
16.02.19 – deutsch
17.02.19 – englisch

Biersorten der BREWER’S TRIBUTE

Foto von Brewer's Tribute - Bierbraukurs

Brewer’s Tribute – Die Bierauswahl

Hier noch ein kurzer Überblick über die verschiedenen Biersorten, die BREWER’S TRIBUTE braut und vertreibt:

Brewer´s Tribute Pale Ale

Hopfen: Citra, Cascade, Merkur
Alkohol: 5,0 %
IBU: 28
Geruch: Citrus, Mango, Tropische Früchte
Geschmack: Grapefruit, Orange, Mango
Farbe/Trübung: goldgelb/trüb
Empfohlene Trinktemperatur: 7-9 °C
Passt zu: Burger, Meeresfrüchte, BBQ

Ginger Tribute Ginger Ale

Hopfen: Magnum
Besondere Zutaten: Frischer Ingwer
Alkohol: 4,1 %
IBU: 15
Geruch: Ingwer, Weizen
Geschmack: Ingwer
Farbe/Trübung: weißgold/leicht
Empfohlene Trinktemperatur: 8-12 °C
Passt zu: Asiatische Küche, leichte Fischgerichte

Brewer´s Tribute India Pale Ale

Hopfen: Polaris, Hüll-Melon, Tettnanger
Besondere Zutaten: –
Alkohol: 6,1 %
IBU: 54
Geruch: Toffee, dunkle Beeren
Geschmack: herber Antrunk, süßer Abgang, nachklingende Bitterkeit
Farbe/Trübung: Bernstein / blank
Empfohlene Trinktemperatur: 8-10 °C
Passt zu: Burger, BBQ, Kurzgebratenes

Brewer´s Tribute Stout

Hopfen: Magnum
Besondere Zutaten: Röstgersteanteil über 8 %
Alkohol: 5,5 %
IBU: 24
Geruch: Kaffee
Geschmack: Espresso, dunkle Schokolade, nachklingende Röstaromen
Farbe/Trübung: nachtschwarz
Empfohlene Trinktemperatur: 12-13 °C
Passt zu: Schmorgerichte, Geräuchertes, Schokoladenkuchen

Honey Tribute Honig Bock

Hopfen: Perle
Besondere Zutaten: Honig aus lokalen Quellen
Alkohol: 7,1 %
IBU: 22
Geruch: Honig, Karamell
Geschmack: im Antrunk Noten von Honig und Blüten, süßer Abgang mit Noten von Karamell, nachklingende Cremigkeit
Farbe/Trübung: kupferfarben / leichte Trübung
Empfohlene Trinktemperatur: 9 °C
Passt zu: Weiße Schokolade, Süßspeisen, Mousse- & Cremespeisen, Pulled Beef Burger

Brewer´s Tribute Helles

Hopfen: Tettnanger, Hallertauer Tradition, Magnum
Besondere Zutaten: –
Alkohol: 5,0 %
IBU: 23
Geruch: malzige Süße
Geschmack: leicht herber Antrunk, vollmundiger Malzkörper
Farbe/Trübung: sonnengelb / leicht
Empfohlene Trinktemperatur: 5-6 °C
Passt zu: klassische deutsche Küche

16.09.2018

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1 Kommentar zu wir haben Bier gebraut - Zu Gast bei Brewer's Tribute

  1. Lord Seriousface sagt:

    Sehr interessant! Ich habe inzwischen meine Freude an der Metherstellung gefunden, vielleicht versuche ich es aber irgendwann auch mal mit Bier 🙂