Benighted - Necrobreed

Review

Galerie mit 16 Bildern: Benighted auf dem Summer Breeze Open Air 2017

Wenn man wie der Rezensent noch nie mit BENIGHTED zu tun hatte, dann macht einen das Intro “Hush Little Baby” auch nicht unbedingt schlauer. War das nicht ein Kinderlied? Ach ja, da ist es ja, aber dann…

Anstrengende Unterhaltung für gesunde Nerven

Rasendes Geballer bricht aus den heimischen Boxen, dazu ein Wechselgesang Grunts-Screams-Pigs. Und schnell ist klar, Deathgrind ist angesagt, und den zelebrieren die Franzosen auf ihrem mittlerweile achten Album “Necrobreed” mit beachtlich viel Niveau. Die Jungs sind nicht nur spürbar um richtige Songs und Strukturen bemüht, nein, es gelingt ihnen sogar richtig gut, diese auch wirklich zu erschaffen. Dennoch ist das Ganze natürlich durchaus anstregend, aber das soll es ja verdammt nochmal auch sein! So wird das allgemeine Geprügel wie beispielweise in “Psychosilencer” immer wieder mit Breaks durchsetzt und am Ende erklingen sogar Gangshouts. Vor allem der Wechselgesang verwirrt, begeistert und “stört” gleichermaßen, natürlich im positiven Sinn. Das kann sich jetzt auch nicht gerade jede Band auf die Fahnen schreiben. Und auch vor anderen Einflüssen schrecken BENIGHTED nicht zurück, man höre nur “Forgive Me Father” mit einigen beschwörungsartigen Gesangsparts und seiner Industrial-Kälte. Und “Leatherface” klingt irgendwie ein bisschen wie SEPULTURA auf Grind. Bei “Necrobreed” denkt man eher an MORBID ANGEL auf 45 Umdrehungen. “Reeks Of Darkened Zoopsia” hat sogar einen leichten BEHEMOTH-Touch, so ungewöhnlich das bei einer Grind-Combo auf den ersten Blick auch klingen mag. Und zum Abschluss serviert man mit “Mass Grave” einen fast schon episch angebratenen Happen. Kurzum, facettenreich ist der Sound von BENIGHTED allemal, und das in einem an für sich sehr eng definierten und begrenzten Genre. Eine gewisse Grundhektik ist allgegenwärtig, aber logisch, hier wird einem schließlich Grind durch die Hirnwindungen geblasen, das ist natürlich kein Kindergeburtstag. Und auch auf die Gefahr hin, nun der Blasphemie angeklagt und verurteilt zu werden, so mag ich diese Art von Musik lieber als z.B. die der Urväter NAPALM DEATH.

Alles in allem ist “Necrobreed” viel weniger eindimensional als so manche Veröffentlichung dieses Genres. Und wer nicht gerade Deathgrind-Fan ist, braucht für diese Art von Musik schon ein paar gesunde Nerven oder halt die passende Stimmung. Wem jedoch im Idealfall beides gegönnt ist, der wird von BENIGHTED bestens bedient und unterhalten.

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09.02.2017

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