Bite The Bullet - Can Be Anything

Review

Vom Entstehungsprozess ihres neuen Albums “Can Be Anything” berichten die dänischen Fuzz-Rocker BITE THE BULLET, dass sie diesmal eine offenere Vorgehensweise gewählt hätten. “Wir waren schon immer der Ansicht, dass die Band eher wie eine polyamoröse Beziehung geführt werden sollte”, sagt Gitarrist Paw Eriksen wunderbar anschaulich. Und so seien die neuen Songs nicht nur von den Bandmitgliedern geschrieben worden. Zusätzlich seien sie durch ein Korrektiv von außen zirkuliert, bis sie ihre endgültige Form angenommen haben. Gefühlvolle Feinarbeit von einer Vielzahl von Liebhabern.

“Can Be Anything” ist Feinarbeit von einer Vielzahl von Liebhabern

Und so klingt “Can Be Anything” ein Stück weit anders als der Vorgänger. Nämlich in gewisser Weise poppiger. Da gibt es Elektro-Beats (“Lipstick Lover”, “Any Other Way”) und noch mehr poppige Hooks, wie beispielsweise in den gefälligen Songs “Falling Into You” oder “Hold Me Now”. Die, damit müssen wir uns nicht lange aufhalten, sind gekonnt umgesetzt. “Can Be Anything” klingt aber auch ein Stück verhaltener: Einige der Songs entfalten sich erst im Refrain (wie bei der ersten Single “Sweet Honey” oder “Roadhouse”), dann aber immerhin richtig.

Wer das Vorgängeralbum “Wheels” geliebt hat, bekommt mit dem mit einem hypnotischen Basslauf unterlegten Opener “More Lover” immerhin das, was man hätte erwarten können. Großartiger und flockiger Song, genauso wie das ähnlich angelegte “When The Fire Stops Burning”.

Mehr Pop, weniger Drive

Somit geht “Can Be Anything” wenigstens nicht ganz der Drive verloren, den die Band vormals an den Tag gelegt hat. Ansonsten sind sich BITE THE BULLET aber treu geblieben, was die musikalischen Vorlieben angeht. Von der charakteristischen Stimme von Sänger Thomas Storgaard Christiansen mal ganz zu abgesehen. “Can Be Anything” steht also für mehr Pop, dafür aber auch mehr Zurückhaltung und weniger Drive – hier ein bisschen mehr, dort ein bisschen weniger: Macht in Summe ein Album, das etwa auf dem relativ hohen Niveau von “Wheels” anzusiedeln ist, dieses aber nicht in die Tasche steckt.

10.04.2017

- Dreaming in Red -

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