Reactor - Updaterror

Review

Industrial Death Metal aus der Ukraine, sogar aus der Nähe des Ortes Tschernobyl – Eigentlich nicht unlogisch, aber irgendwas passt nicht ins Schema. Das fängt bei den kruden Texten an, und die Musik lässt sich mit vielem beschreiben, aber definitiv nicht mit Death Metal. Das Einzige, was halbwegs in dieses Genre passen würde, sind die Growls, obwohl diese auch meistens eher zahnlos als brutal daherkommen. Und wenn dann der Brüllwürfel noch in weit über der Hälfte aller Texte über Liebe, Herz und Schmerz singt, muss sich die Band nicht wundern, dass sie in Europas Extremmetalszene so wenig zu melden hat. Die Band ist schon seit über 20 Jahren im Geschäft und zu Recht noch nicht über Untergrundstatus hinaus. Nein, meine Herren, bitte lieber in den Ruhestand gehen!

Ich erwähnte, Death Metal sei etwas anderes… Mit einer Mischung aus Elektro, billigem Keyboard-Gedudel und Gitarren/Bassparts, die eher an LINKIN PARK oder ORGY erinnern als an die Größen des wirklichen Death Metal, ist es schon verdammt unverschämt, sich so eine Bezeichnung so fett auf die Fahnen zu schreiben.
Ein kleiner Anspieltipp ist wohl “Zvezdnoe Nebo“, da dieser Song tatsächlich ein klein wenig düstere Stimmung aufkommen lässt. Großes Manko: Bleibt leider trotzdem nicht hängen.

Wenn das Reaktorunglück damals ähnlich seicht ausgefallen wäre wie dieses Album, wäre der Welt wohl viel Leid erspart geblieben, und wenn diese CD nur annähernd die Wucht eines solchen hätte, wären zumindest meine Gehörgänge wohltuend durchgepustet worden. Da weder das eine noch das andere der Fall ist, wäre jeder weitere Satz Zeitverschwendung.

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17.03.2008

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