Warbringer - Woe To The Vanquished

Review

Galerie mit 12 Bildern: Warbringer live in Berlin, 15.04.2017

WARBRINGER standen 2014 kurz vor dem Aus, als Schlagzeuger Carlos Cruz und Gründungsmitglied/Gitarrist John Laux die Band verlassen hatten. Nach einer langen Durstrecke konnte Sänger John Kevill seine Band im März 2015 wieder vervollständigen. Knapp zwei Jahre später haut diese neue Besetzung mit “Woe To The Vanquished” die fünfte Langgrille des amerikanischen Abrisskommandos raus.

Und die legt mit “Silhouettes” sofort gnadenlos vor. John Kevill hatte im Vorfeld das bislang härteste und schnellste Material der Band versprochen. Auch der Titelsong untermauert, dass er damit nicht übertrieben hat. Natürlich scheinen hier immer noch SLAYER des Öfteren durch. Das Riffing in “Remain Violent” oder “Descending Blade” erinnert frappierend an Kerry King und seine Jungs. Trotzdem haben sich WARBRINGER einiges an Eigenständigkeit erarbeitet. Zum einen sind die Gitarrensoli wesentlich kontrollierter und weniger chromatisch als bei den großen Vorbildern. Zum anderen erinnert John Kevills Stimme immer wieder an Shouter aus dem Hardcore-Bereich. Tom-Araya-Gedächtnisschreie – wie sie im Genre sonst so üblich sind – gibt es auf “Woe To The Vanquished” auf jeden Fall keine.

WARBRINGER können mehr

Neben dem angesprochenen Geknüppel, sorgen WARBRINGER aber auch für ein Mindestmaß an Abwechslung. Im Mittelteil von “Shellfire” wird es melodisch. Hier kommen sogar mal cleane Gitarren zum Einsatz. Ob ihr’s glaubt oder nicht. “Spectral Asylum” nimmt ebenfalls den Fuß vom Gaspedal und entpuppt sich als schleppendes, atmosphärisches Stück. Garniert wird der Song von einem äußerst melodischem Gitarrensolo, wie man es im Thrash nur selten zu hören bekommt. In “Divinity Of Flesh” öffnet sich die Band außerdem noch dem Black Metal, amtliche Blastbeats inklusive. Die größte Überraschung des Albums ist allerdings “When The Guns Fell Silent”. Der elfminütige Rausschmeißer vereint alle Facetten der Band in sich. Bei der langen Laufzeit hat sich allerdings auch die ein oder andere Länge in den Song eingeschlichen.

WARBRINGER melden sich mit “Woe To The Vanquished” erfolgreich zurück. Die neue Besetzung liefert grundsoliden Thrash, der um Abwechslung bemüht ist. Nur haben das in den letzten Jahren eine Menge Genrekollegen genauso hinbekommen. Ein wenig mehr muss da beim nächsten Mal schon kommen, wenn WARBRINGER auch weiterhin zur Speerspitze der aktuellen Thrash-Generation zählen wollen.

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20.03.2017

"Irgendeiner wartet immer."

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