Warbringer - Weapons Of Tomorrow

Review

Soundcheck April 2020# 10 Galerie mit 10 Bildern: Warbringer - Summer Breeze Open Air 2018

„Firepower Kills“ skandieren WARBRINGER zum Einstieg in ihre neue Platte „Weapons Of Tomorrow“. Dazu knüppelt die Band in Höchstgeschwindigkeit vor sich hin. Auch auf ihrem nunmehr sechsten Album liefern die US-Amerikaner wieder genau den Old School Thrash, den ihre Fans so lieben.

WARBRINGER besinnen sich auf ihre Wurzeln

„Crushed Beneath The Tracks“ erinnert dabei stark an die SLAYER-Wurzeln der Truppe. Schleppende Parts wechseln sich mit schnellem Geballer ab, bevor alles zermalmendes Midtempo eintritt. Das konnten selbst Kerry King und co. nie besser.

Doch neben ihren gewohnten Trademarks offenbaren WARBRINGER auch neue Schlenker in ihrem Sound. „Defiance Of Fate“ beginnt mit diabolischen Arpeggien auf den Gitarren. John Kevill setzt dazu mit Black-Metal-Gekeife an. Die Gitarrensoli hingegen könnten auch auf METALLICAs „Master Of Puppets“ stehen.

„Weapons Of Tomorrow“ steht für Entwicklung

„Heart Of Darkness“ beginnt mit brachialen Blastbeats. Die Gitarrenleads versprühen norwegische kälte. Der Black Metal hat es WARBRINGER hörbar angetan, noch mehr sogar als auf „Woe To The Vanquished“. Dadurch klingt „Weapons Of Tomorrow“ nicht einfach wie eine weitere Platte der Combo, sondern stellt die dringend nötige Weiterentwicklung dar.

Als wäre das noch nicht genug, experimentiert die Band zumindest in kleinem Rahmen mit Soundspielereien. Im Mittelteil von „Unraveling“ etwa umspielt ein Phasereffekt auf der Leadgitarre die stampfende Rhythmik.

Während es musikalisch spürbar vorwärts geht, bleibt textlich alles beim Alten. WARBRINGER besingen brutale Kriege, in denen es keine Gewinner gibt. Gleichsam propagiert Kevill in Songs wie „Power Unsurpassed“ jede Menge Dicke-Hose-Lyrik: „I will bow down to no one/ I will be second to none/ I will bend my will for no one/ I will be second to none.“ Zum Mitgrölen auf zukünftigen Shows genau das Richtige.

Keine Luft am Schluss

Im letzten Drittel von „Weapons Of Tomorrow“ geht WARBRINGER aber zunehmend die Puste aus. das pfeilschnelle „Outer Reaches“ oder „Notre Dame (King Of Fools)“ sind beileibe keine schlechten Songs. Allerdings fehlt ihnen das gewisse Etwas, das Songs wie „Heart Of Darkness“ besonders macht.

Entgegen dem finalen Songtitel gibt es auf der Platte also kein „Glorious End“. Eine gute Thrash-Platte ist WARBRINGER trotzdem gelungen. Nachdem „Woe To The Vanquished“ 2017 eine lange Durstrecke für die Band beendete, beweist „Weapons Of Tomorrow“, dass es für sie auch langfristig eine Zukunft gibt. Die Experimente dürfen beim nächsten Anlauf aber gerne noch radikaler sein.

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22.04.2020

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