Death Kommander - The Great Offensive

Review

Als wir im vergangenen Jahr „Never To Grow Old“ von DEATH KOMMANDER auflegten, konnten wir gleich mehrere Haken auf unserer „Das klingt doch wie BOLT THROWER?!“-Checkliste machen. Zwar war das Ganze noch nicht auf dem Niveau der Großmeister, trotzdem war es eine kurzweilige Angelegenheit. Nur ein Jahr später haut die Band, die wie ihre Vorbilder aus Großbritannien kommt, die nächste Scheibe raus. Es ist allerdings kein neues Album, sondern eine Neuaufnahme aller vier Tracks der „Summer Offensive“-Demo plus zwei Stücke vom Debüt „Pro Patria Mori“.

DEATH KOMMANDER aktualisieren ihre Vergangenheit

Ein schneller Klick zu YouTube, wo DEATH KOMMANDER die Demo in voller Länge hochgeladen haben, zeigt, dass eine Neuaufnahme nicht zwingend notwendig war, aber auch nicht schadet. Im Vergleich zum Original gewinnen die Stücke an Klarheit und Druck und sind ausdifferenzierter, wohingegen das originale „Summer Offensive“-Tape mehr Rumpelcharme hat.

Die Songs sind krasses BOLT-THROWER-Worship. Das fängt beim Groove und den nach vorne preschenden Gitarren und Drums an und hört beim röchelnden Gesang von Kruxator auf. Der Mann hat die Vocals von Karl Willetts und Dave Ingram bis ins Detail studiert.

Hört man sich Lieder wie „Onwards“ an, tritt die Inspiration noch deutlicher zutage. Manche Riffs und der Songaufbau erinnern stark an das „Those Once Loyal“-Album. Kann man das der Truppe vorwerfen? Sicherlich. Doch BOLT THROWER gibt es nun mal nicht mehr, MEMORIAM hören auch bald auf und auch wenn es mit FOR VICTORY eine sehr gute Tribute-Kapelle gibt, freuen wir uns über Bands, die das Erbe weitertragen.

Mit 25 Minuten Laufzeit ist dieses besondere Album kompakt, aber die Stücke machen auch mehr Spaß als die des regulären Vorgängers. Sie sind kompakter, besser geschrieben und gehen leichter ins Ohr. Lustig, dass sie eigentlich älter sind.

„The Great Offensive“ ist nicht notwendig, aber gut

Wer sich einen Eindruck vom noch jungen Schaffen von DEATH KOMMANDER verschaffen möchte, kann sich „The Great Offensive“ bedenkenlos zulegen. Wer ein wenig BOLT-THROWER-Atmosphäre braucht, ebenso. Eine Aufwertung der „Summer Offensive“-Demo ist die CD allemal.

31.08.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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