Bolt Thrower - Those Once Loyal

Review

Galerie mit 22 Bildern: Bolt Thrower - Summer Breeze 2011

Eine gewaltige, in Staub und Qualm gehüllte Panzerlawine rollt unaufhaltbar heran. Giganten aus Stahl fahren, schießen, explodieren, brennen, blitzen und krachen. Das ganze Firmament ist von schwerem Rauch der Brände überzogen. Gleich dieser Vernichtungsdampfwalze kommt das längst überfällige neue BOLT THROWER Album „Those Once Loyal“ daher. Das letzte Geschoß „Honour – Valour – Pride“ stammt ja noch aus dem Jahre 2001. Die Band gehörte noch nie zu den schnellsten Songwritern, doch endlich rollt der Panzer wieder. Und dieses Mal ziehen die Engländer wieder gestärkt in die Schlacht, konnte doch der einzig wahre BOLT THROWER Sänger Karl Willets wieder rekrutiert werden. Nicht, dass Dave Ingram schlecht gewesen wäre! Doch sicherlich wird mir ein Großteil der Fans zustimmen, dass Karl’s Stimme etwas mehr Charme besitzt, eben einfach perfekt zur Musik passt und mehr „BOLT THROWER“ ist. Gleich vom ersten Riff weg erkennt man sofort, von welcher Band die CD gerade im Player läuft. In typischer BOLT THROWER Manier zermalmen die groovenden und gleichzeitig melodischen Riffs mit beängstigender Intensität wirklich alles. Tight, straight und druckvoll donnert der Death Metal aus den Boxen. Im Vergleich zum Vorgänger sind die Songs ein wenig kürzer und vielleicht eine Spur flotter ausgefallen. Aber im Prinzip bewegt sich die Band noch immer im eingeschlagenen Rahmen seit dem „War Master“ Album, mit welchem der Stil festgelegt und (für die Ewigkeit?) zementiert wurde. Die Unterschiede zwischen den Alben sind eher gering und beziehen sich meißt auch eher auf die Produktion. So weichen die Briten auch nicht einen Millimeter von ihrem eingeschlagenen Weg ab und bieten ihren ureigenen Sound. Bei „Those Once Loyal“ wurde die Gitarrenwand etwas zurückgedreht, so dass die anderen Instrumente besser zur Geltung kommen. Es entstand somit mehr ein „Band-Sound“. Alles ist fett und gewaltig wie immer, jedoch auch ein ganzes Stück klarer und dadurch auch präziser. Mit dem dritten Song „The Killchain“ führen BOLT THROWER Ihre Tradition des immer wieder gleichen Riffs fort. Die Reihe führte von „World Eater“ zu „Cenotaph“ weiter zu „Embers“ bis zu „Powder Burns“ und schließlich nun „The Killchain“. So etwas nenne ich mal perfektes Recycling. Von Ideenlosigkeit möchte ich hier nicht sprechen. Die Band hat mal wieder ein traditionelles und gleichzeitig frisches Album vorgelegt, gespickt mit neun Death Metal Krachern der Extraklasse. Sicherlich wird kein Fan der Band enttäuscht sein. Kritiker werden erneut die fehlende Weiterentwicklung anprangern, doch in Zeiten ständig wechselnder Trends und sich kommerziell anpassenden Bands ist solch ein kompromissloses Werk wie „Those Once Loyal“ nur eines: verdammt viel Wert! Dem selbst gesteckten Ziel, das perfekte BOLT THROWER Album aufzunehmen, rückt die Gruppe immer näher.

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05.11.2005

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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5 Kommentare zu Bolt Thrower - Those Once Loyal

  1. wurznsepp sagt:

    Muhaha hab zwar das Album noch ned aber ich denk ich kann als BT-Fan bedenkenlos höchstwertung geben…

    10/10
  2. Jost Frommhold sagt:

    Zwar fehlen die absoluten Smash-Hits wie "World Eater", "Cenotaph", "Unleashed Upon Mankind", "Zeroed" oder "Mercenary", aber mit "Those Once Loyal" zeigt sich, wieso BOLT THROWER zu den Erstligisten und Karl Willets zu den besten Growlern des Fachs gehören.
    Hey – und Jo Bench spielt ja tatsächlich Bass!

    8/10
  3. madp sagt:

    Dieses Album ist von vorne bis hinten eine absolute Kriegsmaschine! Bolt Trower haben damit meiner Meinung nach das perfekt BT-Album abgeliefert. Zehn Punkte sind hier fällig 😉

    10/10
  4. sickman sagt:

    Die Kriegsmaschine rollt wieder. Punkt!

    9/10
  5. blooddawn sagt:

    Ich wüsste wirklich nciht wie man ein Deathmetal Album der alten Schule noch besser machen könnte…
    absolut geiles Teil, Höchstnote!

    10/10