Amagortis
Amagortis

Interview

Im Underground findet man ja manchmal echt gute Bands, die man einfach klasse findet. So geschehen bei Amagortis aus der Schweiz. Aus Neugierde habe ich mal ein paar MP3s heruntergeladen und hätte nie vermutet, dass diese junge Band so viel auf dem Kasten hat. Nachdem ich mir die komplette CD "Abominable" zu Gemüte geführt hatte, musste natürlich auch ein Interview her. Drummer Stefan beantwortete bereitwillig meine Fragen.

AmagortisWenn der interessierte Metaller mal ein Wörterbuch zur Hand nimmt, um den Begriff „Amagortis“ nachzuschlagen, wird er diesen wohl nicht finden. Was bedeutet euer Name also? Warum habt ihr ihn für euch gewählt?

Nun, wir suchten nach einem Namen den es bestimmt noch nirgends gab. Bei einer Kiste Bier und ordentlich Weed fingen wir an, verschiedene Wörter zusammen zu flicken und letzten Endes entstand so unser Bandname AMAGORTIS. Der Name besteht aus drei Wörtern, welche den Grundgedanken der Bedeutung von AMAGORTIS wiedergeben. Es wird noch ne Story dazu geben, mehr möchten wir derzeit noch nicht verraten. Vielleicht drehen wir auch mal nen Splatterfilm dazu…

Ihr habt eure CDs ja bisher im Proberaum aufgenommen. Wie war es da möglich einen solch guten Sound zu erzielen? Hattet ihr spezielles Equipment? Wie sahen eure Aufnahme-Sessions aus?

Für die Aufnahmen stand uns professionelles Equipment aus einem regionalen Tonstudio zur Verfügung. Das Album wurde während vier Tagen live eingespielt. Song für Song wurde zuerst das Schlagzeug aufgenommen und danach Gitarre und Bass. Als letztes kamen noch einige Overdubs und die Vokills drüber.
Nach den Aufnahmen haben wir während zwei weiteren Tagen das Material zusammen mit einem Tontechniker abgemischt und gemastert.

Ihr habt ja schon ein paar Kritiken diverser Magazine bekommen…seid ihr damit bisher zufrieden?

Absolut! Anfangs wussten wir überhaupt nicht, wie die Leute auf unsere Mucke reagieren würden, da wir auch Live noch nicht allzu viele Feedbacks bekommen konnten. Nach den ersten paar Kritiken wussten wir jedoch, dass Sickos da draussen gefallen an unserem Sound gefunden haben. Bis jetzt sind wir damit sehr zufrieden und wir sind schon jetzt gespannt, was die Kritiker zum nächsten Release sagen werden, denn auf dem aktuellen Album waren über die Hälfte der Songs ältere Ergüsse von uns, teilweise 2 bis 3 Jahre alt.

Im Booklet steht, dass lediglich im Song „Madness“ eine zweite Gitarre zum Einsatz kam…stimmt das so? Warum habt ihr nicht zwei feste Gitarristen?

Unser damaliger Lead-Gitarrist „David“ kam mit unserem Sound nicht mehr klar und geht nun seine eigenen Wege im Melodic Metal Bereich. Natürlich suchten wir nen Ersatz für unseren „Axeman“ doch leider ist das gar nicht so einfach. Mittlerweile haben wir uns aber so gut zusammen eingespielt, dass wir gar keinen zweiten Gitarrero mehr suchen.
…sollte aber irgendwann ein sicker Gitarrist auftauchen, der zu uns passt… dann ist er natürlich dabei!

Welche Elemente sind für eure Songs besonders wichtig, damit ein typischer Amagortis-Song entsteht?

Hmmm… Grüne Kräuter, Malz, Feuer, Holz, noch mehr grüne Kräuter, dann mal Strom, schrumm schrumm, bolz, schrumm schrumm, Pause, grüne Kräuter, Malz… So in etwa läuft es bei uns ab. Wir schreiben einfach drauflos und jeder in der Band leistet seinen Beitrag zu den einzelnen Songs.

In der Vergangenheit hattet ihr wie so viele Bands ja ein wenig Probleme mit dem Line-Up. Denkst Du, dass euer jetziges Line-Up konstant bleiben wird?

Ich hoffe ja! Der Kern der Truppe hat glücklicherweise immer zusammengehalten und weitergemacht. Es war schwierig einen neuen Sänger zu finden, doch wir hatten Glück und mit dem jetzigen Line-Up werden wir sicher noch einige Zeit für neue Mucke sorgen.

Ist es für euch etwas anderes, dass mit Nathalie ein Mädel mit in der Band ist oder ist das für euch eher unrelevant?

Mag sein, dass schon viele Typen in anderen Bands nicht zurecht kamen mit nem Mädel in der Band. Bei uns ist das keineswegs so. Nathalie ist unsere Bass-Penetratorin und hat ihren Platz in der Band wie die anderen auch. Das ist total normal für uns. Für jeden ist die Band wie eine Familie und wir gehn zusammen durch Gore und Grind!

Welches ist euer Lieblingstrack auf „Abominable“ und warum?

„Cannibal Obsession“ ist unser Favorit! Und zwar weil dieser Song total spontan am 24. und 25. Dez. 03 entstanden ist und unseres Erachtens am meisten grindet.

Was hat es mit dem Film „Evil Shit“ auf sich?

EVIL SHIT ist ein No-Budget Splatter-Streifen der von Al Spicher (einem guten Kolleg von uns) produziert wird. Zuvor drehte er die Splatterfilme „Zömbel I“ und „Zömbel II“. Und aus den Ideen von ihm und Dänu, unserem Gitarrero resultierte dann das Projekt EVIL SHIT! Mittlerweile ist gut die Hälfte des Films im Kasten und es wird wirklich ne morzmässige Sauerei! Aber schaut doch einfach mal auf der Evil Shit Website vorbei: http://www.evilshit.ch.vu.

Erzähl doch einmal, wie ihr eure ersten Gigs erlebt habt und wie es insgesamt so verlief. Mögt ihr es live zu spielen?

Unseren ersten Gig hatten wir im Januar in Biel im Loco-Club Met. Wir haben uns fast in die Hose gepisst vor Aufregung! …Glücklicherweise lief alles bene und wir konnten mächtig abgrinden. Die nächsten Konzerte waren dann schon etwas entspannter. Am fettesten waren bisher unsere Plattentaufe im Bad Bonn, unserem Stamm-vollsuff-lokal und der Gig mit Lividity! …und die Party danach natürlich.

Live zu spielen ist das Geilste was es auf unserem verkümmerten Planeten gibt. Wir haben uns lange genug mit Line-Up-Wechseln und anderem herumgeschlagen und konnten es kaum erwarten, endlich unsere Mucke live zu bringen! Nur die Partys nach den Konzerten konnten dies noch übertreffen. hehe
Leider ist es jedes Mal total beschissen, däumchendrehend auf seinen Auftritt warten zu müssen und in der Zeit so wenig Alkohol wie möglich zu konsumieren! *würg*

Sind in naher Zukunft noch weitere Konzerte geplant? Gibt es da ein paar Bands mit denen ihr gerne touren würdet?

Geplant ist zur Zeit leider noch nichts definitiv, aber wir halten immer die Lauscher offen um irgendwo spielen zu können. Natürlich gibt’s da einige Bands, mit denen wir gerne unterwegs wären. Aber das steht im Moment noch überhaupt nicht zur Debatte. Vehemence möchte uns bei einem Gig Anfang nächstes Jahr dabei haben, konkret wissen wir jedoch noch nichts. Erst mal noch ein bisschen Erfahrungen sammeln und dann mal schauen was sich ergibt.

Wie sieht es mit einem Plattenvertrag aus? Seid ihr interessiert einen zu unterzeichnen oder wäre das jetzt noch etwas verfrüht für euch?

Ein Plattenvertrag würde uns bezüglich Promotion, Cash und Gigs wohl einiges erleichtern und es ist schon unser Ziel irgendwann einen Plattenvertrag zu kriegen. Wir machen jedoch Death Metal, weil es unser Ein und Alles ist, was Musik anbelangt und weil es uns Spass macht, Musik zu machen und nicht weil wir um jeden Preis einen Deal kriegen wollen.

Hast Du irgendwelche letzten Worte oder Ergänzungen?

Fetten Dank Rebecca für das Interview und die CD-Kritik! Keep it up, the good work!
-Stoef-

Webseite: www.amagortis.ch

05.08.2004

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