Uada - Devoid Of Light (10th Anniversary Edition)

Review

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Bereits 2016 zählte unser Kollege Jan Uada die Band UADA zu den Newcomern des Jahres – und rückblickend lässt sich diese Einschätzung durchaus bestätigen. Mit „Devoid Of Light” legten die Amerikaner um Jake Superchi ein Debüt vor, das den Geist der zweiten Welle des Black Metal überzeugend aufgriff, ohne dabei wie eine bloße Kopie ihrer Vorbilder zu wirken. Vor allem der Einfluss von Bands wie DISSECTION, SACRAMENTUM und VINTERLAND ist unverkennbar. Gleichzeitig entwickelte die Band schon damals eine eigene Handschrift aus eingängigen Melodien, hypnotischer Atmosphäre und einer melancholischen Grundstimmung.

Ein Debüt mit nachhaltiger Wirkung.

Schon bei seiner Erstveröffentlichung überzeugte „Devoid Of Light” mit seiner bemerkenswerten Geschlossenheit. Trotz einer Spielzeit von gut 35 Minuten wirkt das Album vollständig und auf den Punkt gebracht. Vom verspielten und kompromisslosen Opener „Natus Eclipsism” über den monumentalen Titeltrack bis hin zum epischen Finale „Black Autumn, White Spring” entfaltet sich eine dichte Mischung aus Intensität, Melodik und subtiler Düsternis. Jeder der fünf Songs trägt zum Gesamtbild bei, Ausfälle sucht man vergeblich.

Auch zehn Jahre nach seiner Veröffentlichung hat „Devoid Of Light” kaum etwas von seiner Wirkung verloren. Die Songs besitzen nach wie vor eine bemerkenswerte Dynamik und zeigen, weshalb das Album für viele Hörer:innen bis heute als die stärkste Veröffentlichung der Band gilt. Grund genug also, das Debüt als Anniversary Edition mit überarbeitetem Klang und umfangreichem Bonusmaterial neu aufzulegen.

Der größte Mehrwert dieser Neuauflage ist das Remaster von Arthur Rizk. Ihm gelingt es, den Sound hörbar zu modernisieren, ohne dabei die rohe Authentizität der Originalaufnahme zu verlieren. Die Gitarren gewinnen an Tiefe und Transparenz, die Bassfrequenzen wirken definierter und das Schlagzeug hat etwas mehr Druck. Gleichzeitig bleibt die leicht raue, organische Produktion vollständig erhalten. Insgesamt klingt das Album ausgewogener und räumlicher, ohne dabei steril oder übermäßig poliert zu wirken.

Die Anniversary Edition wird durch bislang unveröffentlichte Fotografien von Peter Beste, ausführliche Liner Notes und weiteres Archivmaterial ergänzt. Mit „Our Dawn Of Glory“ ist zudem eine Coverversion der schwedischen Melodic-Black-Metal-Pioniere VINTERLAND enthalten, die gemeinsam mit WRAITH KNIGHT eingespielt wurde. Der Song fügt sich stimmig in das Gesamtpaket ein und verweist gleichzeitig auf die musikalischen Einflüsse, die UADAs Frühphase maßgeblich geprägt haben.

Liebevoll gestaltete Anniversary Edition mit Extras.

Zehn Jahre nach seiner Erstveröffentlichung behauptet „Devoid Of Light” seinen Platz im modernen melodischen Black Metal und präsentiert sich noch immer als starkes Debüt. Das behutsame Remaster verbessert das Klangbild spürbar, ohne den Charakter der Originalaufnahme zu verändern. Zusammen mit dem sorgfältig zusammengestellten Bonusmaterial entsteht eine Anniversary Edition, die langjährige Fans ebenso anspricht wie Hörer, die dieses Album bislang noch nicht für sich entdeckt haben.

Das Re-Release kommt auf CD als schniekes Deluxe Digipak sowie in drei aufwändigen Vinyleditionen.

21.07.2026

- perfection is the end of everything -

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2 Kommentare zu Uada - Devoid Of Light (10th Anniversary Edition)

  1. Nox sagt:

    „Bereits 2016 zählte unser Kollege Jan Uada die Band UADA zu den Newcomern des Jahres“

    Na da wittere ich aber Vetternwirtschaft.

    Wobei: Man muss natürlich schauen, ob auch alles schön gegendert ist, da kann einem das schon mal passieren. Profis halt.

  2. metal-maniac sagt:

    Ah, jemanden der sich übers Gendern beschwert, hatten wir hier schon länger nicht mehr. Und dann noch dieser Gedankensprung aufgrund eines Schreibfehlers. Wirklich clever.

    Zum Album: Habe ich bei Erscheinen rauf und runter gehört obwohl die Vorbilder aus dem Osten unübersehbar und -hörbar sind. Uada haben mich aber schon beim Nachfolger nicht mehr richtig abgeholt obwohl der keineswegs schlecht war. Auch dieses Album hab ich seitdem nicht mehr gehört. Mal schauen ob das ganze gut gealtert ist.