Duir
Wenn Menschen ihre eigenen Gefühle in unseren Liedern wiederfinden, kommt das einer spirituellen Erfahrung wohl am nächsten.

Interview

DUIR bieten auf „Catarsi“ eine stimmige Mischung aus Atmospheric Black Metal angereichert mit dezenten Folk-Elementen. Dazu ein interessantes Konzept, eingebettet im Ersten Weltkrieg. Um mehr über die Hintergründe zu erfahren, führten wir das Interview mit der Band.

Cover Artwork von DUIR - "Catarsi"

Cover Artwork von DUIR – „Catarsi“

Viele Bands, die Folk-Elemente in ihren Black Metal einfließen lassen, haben Texte, die sich mit Mythologie, Heidentum, kultureller Identität und Naturthemen befassen. Ihr hebt euch davon ab, da ihr für „Catarsi“ den Ersten Weltkrieg zum Thema genommen habt – allerdings aus der Perspektive eines jungen Soldaten. Wie kam es zu dieser Idee? Liegt dem Text eine historische Person zugrunde?

Die Idee kam ganz natürlich. Unser Proberaum ist eine 1845 erbaute österreichische Festung in Norditalien. Sie hat auch den Ersten Weltkrieg miterlebt, und noch heute kann man die Schnitzereien der Soldaten an ihren Wänden sehen. Da wir so viel Zeit an diesem Ort verbrachten, haben wir unweigerlich darüber nachgedacht, was diese jungen Männer wohl erlebt haben müssen.

Von Anfang an wollten wir kein historisches Album schreiben oder uns auf Schlachten, Politik oder militärische Ereignisse konzentrieren. Was uns interessierte, war die menschliche Seite des Krieges: Angst, Hoffnung, Verlust, Heimweh und der Kampf, in einer solch unmenschlichen Situation seine Menschlichkeit zu bewahren.

Hinter den Texten steht keine bestimmte historische Person. Der Protagonist ist ein fiktiver junger Soldat, doch seine Gefühle sind von unzähligen realen Geschichten inspiriert, die wir aus Tagebüchern, Briefen und Zeitzeugenberichten des Ersten Weltkriegs zusammengetragen haben. In diesem Sinne steht er eher für viele Leben als für eine einzelne Person. Wir wollten, dass die Zuhörer sich zuerst mit ihm als Mensch und erst dann als Soldat identifizieren.

Dieses Thema ist weitaus intimer und psychologischer als die meisten Kriegstexte im Black Metal. Ab wann wurde euch klar, dass dies eher ein Album über menschliche Erfahrungen als über Militärgeschichte werden würde?

Ich glaube, das wurde fast sofort klar. Der Krieg war nie das Ziel, sondern nur der Rahmen. Von Anfang an interessierten uns eher die emotionalen Folgen als die historischen Ereignisse selbst. Wir wollten erforschen, was in einem Menschen vorgeht, wenn er in etwas hineingeworfen wird, das weit größer ist als er selbst: die Angst, die Sehnsucht nach der Heimat, der Verlust der Unschuld und die allmähliche Erkenntnis, dass jeder auf der anderen Seite genauso menschlich ist. Deshalb handelt „Catarsi“ nicht wirklich nur vom Ersten Weltkrieg. Es nutzt diesen Moment in der Geschichte, um über Emotionen und Erfahrungen zu sprechen, die leider zeitlos sind.

Wir glauben, dass dieser Ansatz das Album universeller macht. Auch wenn die Geschichte vor über einem Jahrhundert spielt, sind die Gefühle, die sie vermittelt, auch heute noch etwas, womit sich die Menschen identifizieren können.

Manche Historiker bezeichnen den Ersten Weltkrieg als die Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Wie beurteilst du diesen Krieg und seine Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen?

Ich halte diese Definition für sehr treffend. Der Erste Weltkrieg hat Europa für immer verändert und Narben hinterlassen, die weit über die Schlachtfelder hinausreichten. Er hat Grenzen, Gesellschaften und das Leben von Millionen von Menschen neu geformt und zugleich viele der Voraussetzungen geschaffen, die zu den nachfolgenden Tragödien führten.

Doch anstatt ihn aus politischer oder historischer Perspektive zu beurteilen, interessierten wir uns mehr für seine menschlichen Auswirkungen. Eine ganze Generation junger Menschen wurde aufgefordert, ihre Zukunft zu opfern, oft ohne ganz zu verstehen, warum. Familien wurden auseinandergerissen, und viele derjenigen, die zurückkehrten, waren nie wieder dieselben.

Selbst heute, mehr als ein Jahrhundert später, hallen diese Folgen noch immer in unserem kollektiven Gedächtnis nach. Das ist einer der Gründe, warum wir diesen Schauplatz gewählt haben: nicht, um die Geschichte neu zu erzählen, sondern um uns an die menschlichen Opfer zu erinnern, die dahinterstehen.

Welche Erfahrungen macht der Soldat und wie endet die Geschichte?

Das Album begleitet die emotionale Reise eines jungen Soldaten, anstatt sich auf die militärischen Ereignisse des Ersten Weltkriegs zu konzentrieren. Zu Beginn wird er von Unsicherheit, Angst und der Hoffnung auf eine Rückkehr nach Hause getrieben. Im Verlauf der Geschichte wird er mit Verlust, Verzweiflung und der Erkenntnis konfrontiert, dass es im Krieg keine wirklichen Gewinner gibt – nur Menschen, deren Leben zerrüttet wurde.

Der Wendepunkt kommt, als er tödlich verwundet wird. Anstatt zu sterben, findet er sich in einem Schwebezustand zwischen Leben und Tod wieder. Von diesem Moment an wird er zu einem Schatten: einem stillen Zeugen, der nicht mehr an ein einzelnes Schlachtfeld oder einen einzelnen Moment in der Geschichte gebunden ist.

Als dieser Schatten reflektiert er über alles, was er durchlebt hat, und verleiht den Schrecken des Krieges aus einer Perspektive Ausdruck, die über die Zeit hinausgeht. In gewisser Weise ist sein Schicksal die Katharsis des Albums. Er verliert sein Leben als Mensch, gewinnt aber die Fähigkeit, Zeugnis abzulegen, und erinnert uns daran, dass hinter jedem Konflikt Menschen stehen, nicht nur Armeen oder Nationen.

Über die Perspektive und die Erfahrungen eines Soldaten zu schreiben, ist schwierig, wenn man ihn weder glorifizieren noch zum Opfer stilisieren will. Wie habt ihr bei der Entwicklung der Erzählung die richtige Balance gefunden?

Der Schlüssel lag darin, uns stets vor Augen zu halten, dass unser Protagonist weder ein Held noch ein Opfer ist. Er ist einfach ein junger Mann, dessen Leben durch etwas, das weit außerhalb seiner Kontrolle liegt, auf den Kopf gestellt wird.

Wir wollten den Krieg niemals verherrlichen oder das Leiden romantisieren. Gleichzeitig wollten wir ihn aber auch nicht als völlig passiven Menschen darstellen. Er erlebt Angst, Wut, Hoffnung, Liebe, Schuldgefühle und letztendlich Akzeptanz – Emotionen, die jeder Mensch empfinden könnte, wenn er mit solch extremen Umständen konfrontiert wird.

Unser Fokus lag niemals auf militärischen Errungenschaften oder darauf, Partei zu ergreifen. Wir wollten den Zuhörern vor Augen führen, dass hinter jeder Uniform immer ein Mensch steht, ganz gleich, welche Uniform jemand trägt. Deshalb ist der Feind nie wirklich der andere Soldat, sondern der Krieg selbst und das Leid, das er hinterlässt.

Diese Perspektive hat uns geholfen, die Erzählung ehrlich zu halten. Wir haben nicht versucht, den Menschen vorzuschreiben, was sie über die Geschichte denken sollen, sondern wollten einfach eine menschliche Geschichte erzählen, die sich zufällig während eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte abgespielt hat.

Also greift „Catarsi“ ebenso wie „T.S.N.R.I. – Impermanenza“ die Themen Vergänglichkeit und Unbeständigkeit auf?

Auf jeden Fall. Auch wenn die Kulissen sehr unterschiedlich sind, gibt es einen klaren roten Faden, der beide Alben verbindet.

„T.S.N.R.I. – Impermanenza“ beschäftigte sich mit der Idee, dass alles vergänglich ist und sich ständig verändert. „Catarsi“ nähert sich demselben Konzept aus einem anderen Blickwinkel. Krieg ist vielleicht eine der brutalsten Mahnungen daran, wie zerbrechlich das Leben ist und wie schnell alles, was wir für selbstverständlich halten, verschwinden kann.

Die Reise des Protagonisten ist zugleich eine Reise durch die Vergänglichkeit. Er verliert seine Jugend, seine Gewissheiten, seine Identität als Soldat und schließlich sogar sein Leben, wie er es kannte. Seine Verwandlung in einen Schatten symbolisiert diesen Übergang vom Physischen zu etwas Jenseits, wo nur noch Erinnerung und Zeugnis verbleiben.

Ja, beide Alben beschäftigen sich mit Vergänglichkeit, doch während „T.S.N.R.I. – Impermanenza“ eher philosophisch ist und diese in einem breiteren existenziellen Sinne reflektiert, ist „Catarsi“ eher erzählerisch und erlebt sie durch die Augen eines Menschen, der mit der Sterblichkeit in ihrer unmittelbarsten und verheerendsten Form konfrontiert ist. In diesem Sinne ergänzen sich die beiden Alben eher, als dass sie dieselbe Botschaft wiederholen.

Ihr kombiniert atmosphärischen Black Metal mit Folk-Elementen. Im Vergleich zu den meisten anderen Bands stehen die traditionellen Instrumente Flöte, Dudelsack und Drehleier bei euch jedoch nicht im Vordergrund. Der Schwerpunkt liegt auf dem Black Metal. Wie wichtig sind Folk-Instrumente und der Anteil an Folk-Musik in eurer Musik?

Das ist eine ganz bewusste Entscheidung. Wir verstehen uns nicht als Folk-Black-Metal-Band im traditionellen Sinne. Black Metal war schon immer der Kern unseres Sounds, während Folk-Instrumente dazu dienen, dessen emotionale Palette zu erweitern, nicht ihn zu dominieren.

Wir setzen Instrumente wie Flöte, Dudelsack oder Drehleier nur dann ein, wenn sie der Atmosphäre oder der Geschichte, die wir erzählen wollen, wirklich dienen. Wenn eine Passage allein mit verzerrten Gitarren kraftvoller wirkt, fügen wir keine Folk-Elemente hinzu, nur weil sie erwartet werden. Ebenso findet ein traditionelles Instrument natürlich seinen Platz, wenn es eine Emotion ausdrücken kann, die Gitarren nicht vermitteln können.

Für uns sind diese Instrumente Teil der Komposition, kein bloßer Schmuck. Sie helfen dabei, Kontraste zu schaffen, Erinnerungen zu wecken oder ein bestimmtes Gefühl zu verstärken, stehen aber niemals im Mittelpunkt. Wir ziehen Zurückhaltung dem Übermaß vor. Auf diese Weise wirkt eine Folk-Melodie, wenn sie auftaucht, bedeutungsvoll und nicht vorhersehbar.

Wie werden die traditionellen Instrumente in den Songwriting-Prozess eingebunden? Von Anfang an oder erst am Ende?

In unserem Fall kommen sie meist erst später im Songwriting-Prozess hinzu. Wir entwickeln den Song zunächst rund um die Gitarren, das Schlagzeug und die Gesamtstruktur und stellen sicher, dass er für sich genommen als Black-Metal-Komposition funktioniert.

Sobald das Fundament solide ist, überlegen wir, ob ein traditionelles Instrument die Atmosphäre sinnvoll bereichern kann. Es geht nie darum, Leerstellen zu füllen, sondern darum, eine bestimmte Emotion oder eine musikalische Passage zu unterstreichen.

Manchmal bedeutet das, eine Flöte, Dudelsack oder Drehleier hinzuzufügen, und manchmal bedeutet es, gar nichts hinzuzufügen. Wir versuchen immer, diese Instrumente zielgerichtet einzusetzen, anstatt sie zu einer ständigen Begleitkomponente zu machen.

Euer moderner atmosphärischer Black Metal hat oft einen gewissen cineastischen Charakter. Welche Einflüsse haben dazu geführt?

Natürlich lassen wir uns vom atmosphärischen Black Metal inspirieren, aber unsere Einflüsse gehen über die Musik hinaus. Filme, Literatur und Geschichte prägen unsere Vorstellung von Tempo, Spannung und Dynamik. Uns gefällt die Idee, dass ein Song mentale Bilder erzeugen kann, ohne alles explizit beschreiben zu müssen.

Insbesondere für „Catarsi“ war „Im Westen nichts Neues“ eine der stärksten Inspirationsquellen. Nicht nur wegen der Handlung, die im Ersten Weltkrieg spielt, sondern auch wegen der Art und Weise, wie der Film eher die emotionalen und psychologischen Auswirkungen des Krieges als dessen militärische Aspekte darstellt. Genau diese Art von filmischem Gefühl wollten wir in Musik umsetzen.

Letztendlich haben wir unser Ziel erreicht, wenn die Zuhörer die Augen schließen und fast sehen können, wie sich die Geschichte entfaltet.

Oftmals ist die Grenze zwischen atmosphärischer Musik und bloß langsamer Musik sehr schmal. Was unterscheidet deiner Meinung nach echte Atmosphäre von leerer filmischer Füllmusik?

Für uns bedeutet Atmosphäre nicht, langsam zu spielen oder Keyboard-Ebenen hinzuzufügen. Es geht darum, dass jeder Teil einer Emotion oder der Geschichte dient, die man erzählen möchte.

Eine ruhige Passage sollte Spannung, Nachdenklichkeit oder Vorfreude erzeugen. Eine schnelle Passage sollte einen Zweck haben, der über das bloße Hinzufügen von Aggressivität hinausgeht. Wenn ein Abschnitt den Song emotional nicht voranbringt, ist er wahrscheinlich überflüssig – ganz gleich, wie schön er für sich genommen klingt.

Deshalb versuchen wir, bei der Orchestrierung und bei Ambient-Elementen sehr selektiv vorzugehen. Wir setzen sie nicht ein, um der Musik automatisch einen epischen oder filmischen Charakter zu verleihen. Sie müssen sich ihren Platz innerhalb der Komposition erst verdienen.

Letztendlich entsteht echte Atmosphäre durch Absicht. Wenn jede musikalische Entscheidung die Erzählung unterstützt und ein Gefühl hervorruft, tauchen die Zuhörer ganz natürlich in die Musik ein. Sind diese Elemente hingegen nur dazu da, Zeit zu füllen oder ein künstliches Gefühl von Erhabenheit zu erzeugen, spüren die Menschen das in der Regel auch.

Ist das Musizieren für dich eine Art spirituelle Erfahrung?

Ich würde es nicht unbedingt als spirituelle Erfahrung bezeichnen, aber es ist auf jeden Fall eine zutiefst emotionale Erfahrung.

Das Schreiben von Musik ist für uns eine Möglichkeit, Gefühle und Ideen zu verarbeiten, die im Alltag manchmal schwer auszudrücken sind. Es gibt uns Raum, über das nachzudenken, was wir fühlen, und diese Gefühle in etwas Sinnvolles zu verwandeln, das wir mit anderen teilen können.

Für uns ist es diese Verbindung zu den Zuhörern, die Musik so kraftvoll macht. Wenn Menschen ihre eigenen Gefühle in unseren Liedern wiederfinden, kommt das einer spirituellen Erfahrung wohl am nächsten.

Inwieweit strebt ihr als Musiker bei eurer kreativen Arbeit nach Perfektion?

Wir streben definitiv nach der besten Version jedes Songs, aber wir glauben nicht an Perfektion als Endziel. Irgendwann muss man akzeptieren, dass ein Musikstück widerspiegelt, wer man in diesem bestimmten Moment war.

Wir sind ziemlich akribisch, wenn es um Arrangements, Darbietungen und Produktion geht, und wir verbringen viel Zeit damit, die Details zu verfeinern. Aber es gibt auch einen Punkt, an dem das Streben nach Perfektion die Emotionen und die Spontaneität nehmen kann, die den Song ursprünglich so besonders gemacht haben, und man kommt nie wirklich zu einem Abschluss.

Deshalb versuchen wir, ein Gleichgewicht zu finden. Wir möchten, dass unsere Musik sorgfältig ausgearbeitet ist, sich aber dennoch lebendig und ehrlich anfühlt. Manchmal kann eine kleine Unvollkommenheit eine Darbietung menschlicher wirken lassen, und das ist oft wertvoller als technische Perfektion allein.

Zu welchen anderen Bands fühlt ihr euch in Bezug auf Musik, Atmosphäre und Textthemen verbunden?

Es gibt definitiv Bands, zu denen wir eine Verbindung spüren, wenn auch wahrscheinlich eher wegen ihres künstlerischen Ansatzes als wegen ähnlicher Klänge.

Musikalisch und atmosphärisch haben Bands wie SAOR, ELLENDE, HARAKIRI FOR THE SKY, PANOPTICON, MOONSORROW, SUNKEN, WOODS OF DESOLATION und MGLA gezeigt, dass Black Metal sowohl emotional intensiv als auch zutiefst melodisch sein kann, ohne dabei seine Identität zu verlieren. Wir schätzen Künstler, die das Genre nutzen, um Geschichten zu erzählen und echte Emotionen zu wecken, anstatt einfach nur Konventionen zu folgen.

Was die Themen der Texte angeht, fühlen wir uns auch Bands nahe, die sich mit der menschlichen Existenz auseinandersetzen, anstatt sich ausschließlich auf traditionelle Black-Metal-Themen zu verlassen. Wir fühlen uns zu Musik hingezogen, die von Erinnerung, Verlust, Vergänglichkeit, Identität und der emotionalen Last persönlicher Erfahrungen handelt.

Letztendlich versuchen wir jedoch, nicht zu sehr darüber nachzudenken, ob wir in eine bestimmte Szene passen. Unser Ziel war es schon immer, Musik zu schreiben, die sich für uns ehrlich anfühlt. Wenn Hörer diese gemeinsamen Sensibilitäten mit anderen Bands erkennen, fühlen wir uns geehrt, aber wir möchten, dass DUIR seine eigene Stimme hat.

Habt ihr eine Art langfristige Vision, ein Ziel für DUIR?

Unser langfristiges Ziel ist ganz einfach: uns weiterzuentwickeln, ohne dabei unsere Identität zu verlieren.

Wir wollen uns niemals wiederholen, nur weil etwas früher einmal funktioniert hat. Jedes Album soll neue Ideen erkunden, sowohl musikalisch als auch konzeptionell, und dabei dennoch unverkennbar nach DUIR klingen. Diese Balance zwischen Weiterentwicklung und Kohärenz ist uns sehr wichtig.

Natürlich würden wir unsere Musik auch gerne so vielen Menschen und in so vielen Ländern wie möglich zugänglich machen. Mehr Konzerte zu spielen, neues Publikum zu erreichen und die Bühne mit Bands zu teilen, die wir bewundern – all das sind Ziele, auf die wir hinarbeiten.

Was habt ihr für die nahe Zukunft geplant?

Im Moment liegt unser Hauptaugenmerk darauf, „Catarsi“ so vielen Menschen wie möglich näherzubringen. Wir haben viel von uns selbst in dieses Album gesteckt, deshalb wollen wir es durch Live-Auftritte und das Erreichen neuer Zielgruppen angemessen unterstützen.

Gleichzeitig sammeln wir bereits Ideen für die Zukunft. Wir stehen kreativ nicht gerne still, daher hört das Songschreiben nie wirklich auf, auch wenn es noch zu früh ist, um über ein neues Album zu sprechen.

Vor allem hoffen wir, Schritt für Schritt weiterzuwachsen: mehr Festivals zu spielen, im Ausland auf Tour zu gehen und weiterhin bedeutungsvolle Verbindungen zu unseren Zuhörern aufzubauen. Wir glauben, dass DUIR noch ganz am Anfang seiner Reise steht, und wir sind gespannt, wohin sie uns führen wird.

Vielen Dank für das Interview! Das Schlusswort gehört dir!

Vielen Dank für die Einladung und die durchdachten Fragen. Es ist immer eine Freude, über die Ideen und Emotionen hinter unserer Musik zu sprechen, besonders wenn das Gespräch über das Oberflächliche hinausgeht.

An alle, die dies lesen: Wir hoffen, dass ihr euch „Catarsi“ einmal unvoreingenommen anhört. Es ist ein Album über den Krieg, aber vor allem ist es ein Album über Menschen, Erinnerung und die Emotionen, die uns über die Zeit hinweg verbinden.

Wenn unsere Musik bei euch Anklang findet, könnt ihr uns am besten unterstützen, indem ihr einfach zuhört, zu einem Konzert kommt, sie mit jemandem teilt, der sich ebenfalls damit identifizieren könnte, oder euch ein paar Fanartikel holt.

Wir sehen uns auf Tour und danke, dass ihr Teil dieser Reise seid!

01.07.2026

Geschäftsführender Redakteur (stellv. Redaktionsleitung, News-Planung)

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