Persefone
bringen Andorra auf die Metal-Landkarte

Interview

Sehr ihr euch als Progressive-Band, als Metal-Band oder irgendwo in der Mitte?

Wir machen einfach Musik. Ohne Labels oder irgendetwas, das uns an ein spezielles Genre bindet. Natürlich lieben wir Metal und wir wissen, dass man uns wohl in ein progressives Genre einsortieren könnte. Aber die Sache ist, dass die Musik für uns einfach Ausdrucksform ist und unser Stil ist Teil dieser Form. Wir wissen, dass es da draußen Leute gibt, die uns hören, obwohl sie eigentlich gar keinen Metal mögen. Einfach weil sie sich mit der Musik verbunden fühlen. Und dann gibt es natürlich Leute, die sehr auf Schubladen fokussiert sind und uns nur wegen der gutturalen Vocals nicht hören. Am Ende ist es also einfach Musik für Leute, die Musik hören und sich dabei nicht um Labels und Kategorien kümmern wollen.

Ich kann mir vorstellen, dass ihr in eurer kleinen Heimat Andorra mittlerweile relativ bekannt seid?

Wir leben in einem wunderschönen Land und wir haben viele Freunde hier, die natürlich wissen, welchen Auffand und welche Hingabe wir in unsere Musik stecken. Wir sind wirklich sehr dankbar, dass wir hier leben dürfen. Ich möchte außerdem hinzufügen, dass unsere Regierung uns auf großartige Weise in allem was wir tun unterstützt und uns mit den Tourkosten aushilft, mit Proberäumen oder auch mal, indem sie uns einen Ort zur Verfügung stellt, um ein Video zu drehen.

Bandfoto von PERSEFONE

Wie schwierig muss man sich die Anfänge als Metalband an einem so abgelegenen Ort vorstellen? Gab es überhaupt eine Metal-Szene in Andorra, als ihr mit der Band gestartet seid?

PERSEFONE wurden 2011 von Moe (Espinosa, Keyboard und Gesang – d. Red.) und Carlos (Lozano, Gitarre – d. Red.) gegründet und seitdem ist kein Tag vergangen, an dem wir nicht über die Band nachgedacht oder für sie gearbeitet haben. Jeder Anfang ist hart, nicht nur in der Musik. Aber alle diese Erfahrungen prägen einen auch, meinst du nicht? Alle deine Erfahrungen, egal ob gut oder schlecht, machen dich am Ende aus. Genau so ist es auch mit PERSEFONE. Als wir anfingen gab es keine Metal-Szene in Andorra oder jemanden, der uns beigebracht hätte, wie wir die Dinge anzupacken haben. PERSEFONE waren immer zu 100 Prozent DIY und deswegen haben wir uns auch von Anfang an mit den großen, internationalen Bands verglichen und versucht, uns jeden Tag ein Stückchen zu verbessern.

Im April geht ihr auf Europa-Tour. Ich stelle es mir schwierig vor, als sechsköpfige Progressive-Band die kleinen Bühnen zu bespielen und jeden Abend auf einen okayen Sound zu hoffen. Übt ihr viel, bevor ihr auf Tour geht und werdet ihr eure eigenen Techniker mitbringen?

Es wird unsere erste Headliner-Tour sein und wir haben jede Menge Bock, die neuen Songs live zu spielen und Leute kennen zu lernen. Wir üben so viel wir können, neben unseren alltäglichen Sorgen, Jobs und Familien. Es ist nicht immer einfach, aber wir beschweren uns nicht, denn wir lieben, was wir tun.

Bei dieser Tour wird unser eigener Sound-Techniker dabei sein, der auch schon das letzte Mal dabei war, und wir werden zudem einen Licht-Techniker mitbringen. Beide arbeiten hart daran, diese Live-Erfahrung noch besser zu machen. Wir haben etwas Geld in Licht und Show investiert und wir können es kaum erwarten, euch alles zu zeigen!

Ich danke dir sehr für deine Zeit und möchte dir die letzten Worte überlassen!

Ich danke euch dafür, dass ihr unsere Musik verbreitet und uns die Chance gebt, uns künstlerisch auszudrücken. Wir sehen uns im April auf Tour. Danke!

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07.04.2017

What has to happen in a person's life to become a critic anyway?

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