Job For A Cowboy
"Es ist wahrscheinlicher, dass Gott Buddha in die Luft jagt"

Interview

Job For A Cowboy

Bei den Amerikanern von JOB FOR A COWBOY hat sich in den letzten Jahre viel getan. Einst als Pioniere oder Wegbereiter des Deathcore gefeiert, wandelten sie sich über extrem vertracktem Death Metal bis hin zum aktuellen Album „Sun Eater“, das den Spagat zwischen Technik und anspruchsvollem Songwriting optimal schafft. Gitarrist Tony Sannicandro ist zwar erst seit dem Jahr 2011 bei den Cowboys, doch etwas Aufschluss kann der 25-Jährige dennoch geben.

Moin Tony, ich gehe mal grundsätzlich davon aus, dass Du mit dem Resultat von “Sun Eater“ zufrieden bist. Was gefällt Dir persönlich denn am Besten an eurer neuen Scheibe?

Am meisten gefällt mir, dass jeder Song letztendlich exakt  so herausgekommen ist, wie wir ihn im Vorfeld geplant und erwartet hatten. Unterm Strich war es natürlich ein ganzer Haufen Arbeit, doch ich bin sehr zufrieden mit den einzelnen Stücken und auch mit meiner Arbeit an der Gitarre.

Es ist mittlerweile lange her, dass ich mit JOB FOR A COWBOY musikalischen Kontakt hatte. Zuletzt habe ich “Genesis“ gehört und hatte aktuell wirklich den Eindruck dass sich sehr viel verändert hat. Ich habe den Eindruck, dass die damalige Scheibe deutlich kopflastiger und instrumentalfokussiert erschien.

Hmm, damit bin ich in dieser Form nicht einverstanden. Wir haben uns zuletzt stets darauf konzentriert, die Instrumentalaspekte in ihren Anteilen zu steigern. Zumindest seitdem ich in der Band bin (seit 2011 – Anm.d.R.). Trotzdem haben wir uns gleichsam auch nochmals verstärkt auf das Songwriting konzentriert, was meiner Ansicht nach gut funktioniert hat.

“Sun Eater“ hat eine wahnsinnig komplexe Gesamtstruktur, geht aber dennoch gut ins Ohr. An welche Referenzen würdest Du als Hörer zuerst denken, wenn dir das Album zu Ohren käme?

Ich würde vermutlich als Erstes die Spielweise wahrnehmen. Ich denke, dass es auf dem Album sehr viel glänzende Instrumentalarbeit gibt, die aber trotzdem am Ende zu richtig guten Songs führt.

Job For A Cowboy

Im Moment denke ich gerade an diese teilweise echt fast schon dominant hörbaren Basslinien, die mich stellenweise ein bisschen an CYNIC erinnert haben. Habt ihr vor ein paar Jahren eigentlich jemals gedacht, irgendwann einmal solche Musik zu spielen?

Also ich habe niemals über so etwas nachgedacht. Ich habe immer nur das geschrieben, auf was ich im Moment wirklich Lust hatte und tatsächlich mag ich viele dieser Fusion-Elemente. Im Grunde höre ich nicht allzu viel CYNIC, doch ich könnte wetten, dass einige dieser Elemente im Unterbewusstsein in meine Gedankengänge gekrabbelt sind.

Ich finde ja persönlich das Cover-Artwork von “Sun Eater“ richtig cool. Auf welche Art und Weise ist es zum thematischen Aspekt der Platte verbunden?

Es bezieht sich auf das Konzept der Sonne als Quelle des Lebens. Über nunmehr tausende von Jahren gab es sonnenbasierte Religionen. Die Scheibe basiert zwar nicht auf Religion, doch das beschreibt die Konzeption dennoch ganz gut.

Im Hintergrund konnte man großes Lob hinsichtlich eures neuen Drummers Danny Walker vernehmen. Welchen Einfluss hatte er auf “Sun Eater“?

Nun, er hat ganz sicher einen erheblichen Teil zur Rhythmus-Sektion beigetragen. Diese Drum-Modelle sind eigentlich alle von ihm. Wir hatten die grundsätzlichen Ideen, woraufhin er seine Skills hat spielen lassen und die Rhythmen zu richtigen Krachern veredelte.

Da es zur damaligen Zeit doch ein ziemlicher Pusher im Deathcore-Sektor war, werdet ihr auch heutzutage manchmal noch hauptsächlich mit eurer “Doom“-EP verbunden?

Ehrlich gesagt ist mir das scheißegal.  Ich habe an der Platte damals nicht gearbeitet und mich kratzt es nicht, mit was uns die Leute im Bezug auf unsere Diskographie verbinden wollen.

Werden wir irgendwann vielleicht noch mal einen Deathcore-Output von JOB FOR A COWBOY in der Hand haben?

Haha, es ist wahrscheinlicher, dass Gott Buddha in die Luft jagt.

Was waren deine musikalischen Favoriten im Jahr 2014?

Das AT THE GATES-Album hat mir richtig gut gefallen! Ich finde, dass es richtig fett klingt und die Songs machen ordentlich was her.

Das war schon alles, Danke dir vielmals! Die letzten Worte gehören dir, falls ich irgendwas vergessen haben sollte!

Danke fürs anchecken!

18.12.2014

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