Wolfbrigade
Vorab-Interview mit Dadde zu "Comalive"

Interview

Die schwedischen Crust-Punks WOLFBRIGADE kündigen ein neues Album an. Keine Frage, dass Drummer und Vollzeitsympathieträger Dadde diesbezüglich für ein paar kleine Vorabinfos zur Verfügung steht.

Wolfbrigade

Hallo Dadde, bald gibt es etwas Neues von euch zu hören wie ich mitbekommen habe, denn WOLFBRIGADE holen zum Nachschlag aus; ein neues Album steht vor der Tür. Kannst du schon sagen, wann das Geschoss bei uns einschlagen wird?

Wir sind seit Dezember immer wieder im Studio und arbeiten seitdem sehr hart an den Songs und daran, den Sound möglichst gut hinzukriegen. Wir möchten es vor der US-Tour im September rausbringen, aber möglicherweise wird es schon etwas eher erscheinen, weil wir davor auf ein paar Festivals in Europa spielen.

Wie wird das Album heißen und wie viele Songs wird es zu lauschen geben?

Das Baby wird auf den Namen „Comalive“ hören und 14 Songs beinhalten. Darunter sind Titel wie „The Race Of Wrath“, „In Adrenaline“, „Comalive“, „Reality Lashes“ und „Deny Tomorrow“.

Metalcore spielt ihr jetzt aber nicht oder?

Na auf keinen Fall!

… also die volle Bedienung wie immer? Crust as fuck??? Hardcore extreme?

Absolut richtig! Hier ist kein Metalcore in Sicht, und auch wenn zu einem gewissen Maß Hardcore und Metal drin steckt, heißt es noch immer: Volle Kraft voraus auf schwedischen D-Beat Hardcore. Wir haben unsere Death-Metal-Melodien in der Hinsicht verfeinert, dass wir eine leichte, Folk-inspirierte Note hinzugefügt haben, und sind auch zu den etwas „stacheligen“ Gitarrenmelodien der ersten Alben zurückgekehrt. Außerdem geben wir mehr Gas in Richtung D-Beat und den 2-Beat-Parts.
Wir haben uns dieses Mal auch richtig in die Songtexte reingekniet, in denen eine Menge dunkler philosophischer Aspekte und religiöse Spuren drinstecken, aber man kann trotz aller Dunkelheit auch ein Fünkchen Hoffnung erkennen, die wir an den Hörer weiterreichen wollen – um Kraft im Unglück zu finden.

Wird es trotzdem Überraschungen geben? Irgendwelche Neuerungen oder vielleicht gedrosseltes Tempo, mehr Melodie, eine Coverversion, irgendwas…?

Nun ja, das Album ist so Metal, wie keines unserer Alben der letzten 10 Jahre, nicht mal „Lycanthro Punk“ oder „A New Dawn Fades“ kommen da ran. Wir haben unsere Melodieformel verfeinert aber auch richtig viel Druck in unseren D-Beat reingepumpt. Die Leute können sich auch auf einige abgefahrene Momente gefasst machen, z.B. mehr Folk-inspirierte Klänge (wie man es schon andeutungsweise im Outro von „Prey To The World“ hören konnte), einige zweistimmige Gitarrenlinien wie bei IRON MAIDEN, sowie ein bißchen Keyboard und Samples (!). Das klingt jetzt vielleicht schon zu verrückt, wenn man es nicht im Kontext betrachtet, aber glaub mir, das Album wird der Hammer.

Habt ihr bereits Songs vom neuen Album live testen können? Ist das Zeugs gut angekommen? Wie waren die ersten Reaktionen?

Tja, das Problem dabei ist, dass die Fans immer den alten Kram hören wollen. Wenn wir neue Musik einbauen wollen, müssen wir dafür ein paar von den alten Nummern rausschmeißen, und wir haben uns noch nicht so richtig entscheiden können, welche alten Songs dafür über die Klippe springen müssen. Vielleicht bei den nächsten Gigs!

Wenn du für die Scheibe eine riesige Promo-Firma im Nacken hättest, wie würde deiner Meinung nach der ultimative Promo-Spruch für das neue Album klingen? Wie würdest du WOLFBRIGADE gerne angepriesen sehen, bzw. lesen? Mach einfach mal Werbung…

Haha, wenn das überhaupt mal passieren sollte! Der perfekte Mix von catchy Hardcorepunk mit melodischem und melancholischem Death Metal? Scheiße, ich hab keine Ahnung. 🙂

Finaler Schwenk zu einem ernsten Thema. Wir hatten das letzte Mal über euer Label Agipunk gesprochen und diesbezüglich auch über die Vertriebsmöglichkeiten, bzw. Erhältlichkeit des Albums. An jeder Ecke war und ist „Prey To The World“ nicht gerade erhältlich, was ich recht schade finde. Ich würde euch wünschen, dass ihr mehr Leute erreicht, natürlich ohne den (für eure Verhältnisse relativen) kommerziellen Aspekt der Geldeinnahmen im Hinterkopf zu haben. Agipunk ist nach wie vor Trumpf?

Tja, der Vertrieb ist tatsächlich unsere offene Wunde. Es hat uns dazu gebracht, die Labels zu wechseln. Wir gehen zurück zu Farwell Records, die uns in Deutschland mit dem „Allday Hell“-Album „groß“ gemacht haben. Zusammen mit Stachel von Hate Records, was eher ein Do-it-yourself Punklabel ist, werden sie das neue Album rausbringen, und für die gebührende Distribution sorgen.

OK, die erste Neugier dürfte gestillt sein. Wir harren also der Dinge und warten aufs Album. Sobald das Teil raus ist, unterhalten wir uns mal wieder etwas ausgiebiger, in Ordnung?

Dank an Dich und die Unterstützung! Bis demnächst!

21.06.2008

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