Aussie Floyd
Eclipsed By The Moon Tour 2013 - The Australian Pink Floyd Show

Konzertbericht

Billing: The Australian Pink Floyd Show
Konzert vom 13.04.2013 | König Pilsner Arena, Oberhausen

PINK FLOYD TRIBUTE: THE AUSTRALIAN PINK FLOYD SHOW

Aussie Floyd

In die Fußstapfen von PINK FLOYD zu treten, ist kein kleines Unterfangen. In Oberhausen nahm die Pink Floyd Tribute Band, die sich ihrer australischen Herkunft wegen auch „Aussie Floyd“ nennen, diese Herausforderung nicht nur an, sondern lieferten eine umfassende Hommage an eine der erfolgreichsten Bands der Rockgeschichte.

Galerie mit 58 Bildern: The Australian Pink Floyd Show - Eclipsed By The Moon Tour 2013 - Oberhausen

Zu Beginn erklärte ein kleiner Vorspann das Logo der Band: Der australische Kontinent wird von klaren Linien umrahmt und als silbergraue Fläche zum stilisierten Logo der Band, welches verdächtig an das berühmte Cover von PINK FLOYDs Album „The Dark Side of the Moon“ erinnert.

Im Mittelpunkt des Auftritts stand eine fulminante Lightshow, die präzise, einfallsreich und perfekt synchronisiert zur Musik den gesamten Saal illuminierte. Eine kreisrunde Leinwand schwebte in der Mitte der Bühne, umringt von zahlreichen Moving Lights, und bot dabei dem Auge ein Zentrum an, das sich über die verschiedensten Effekte ständig veränderte.

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Dank des visuellen Feuerwerks aus Lichtkunst in Form von Filmprojektionen, kaleidoskopartigen Mustern, projizierten Farbflächen und der eindrucksvollen Lightshow samt Lasern störte der vernachlässigbare Anteil der Band an bewegungsmäßigen Showeffekten auch nicht weiter.

Neben schön gespielten und aussagekräftigen E-Gitarren-Soli von Steve Mac, David Domminney Fowle, Colin Wilson und Ian Cattell musste zum bekannten Pink Floyd Sound ein Synthesizer von Jason Sawford dazu kommen, der genau wie das markante Schlagzeug (Paul Bonney) zu den unverzichtbaren Bestandteilen der Band gehörte.

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Im Hintergrund traten Emily Gervers, Jacquie Williams und Amy Smith als routinierte Backgroundsängerinnen auf, die in einem eigenen Stück textlose Melodien darboten. Während Emily Gervers ihre von Anfang an sehr präsente, hohe Stimme mit ausgeprägter Belttechnik bis an ihre Belastungsgrenze brachte, gab Jacquie Williams als tiefe Stimme ihrem Part innerliches Leuchten und Wärme und ließ auch die Möglichkeit zum Soulgesang durchscheinen, soweit dies in den gesteckten Grenzen dieser Musik möglich war. Amy Smith, dritte Sängerin im Bunde, wählte ebenfalls eine andere Klangfarbe und hauchte ihre Töne in Anlehnung an Popsounds zart und klar in den Raum hinein. Alle drei harmonierten sehr gut zusammen, hätten aber auch problemlos ihre eigene Show gestalten können – und sind damit ein schönes Versprechen nach mehr.

Für den originalen Pink Floyd Sound waren aber insbesondere Sänger und Gitarristen zuständig – die Leadstimme übernahmen nacheinander Mac, Fowley und Wilson. Auch wenn die männlichen Sänger nicht ganz so markant und knackig rüberkommen wie das Original, waren sie diesem doch nahe genug für das gute Gefühl, mittendrin in einem PINK FLOYD Konzert zu sein. Gerade bei legendären Songs wie „Another Brick In The Wall (We Don’t Need No Education)“ und „Money“, die 99% des Publikums noch gut im Ohr sind, stellen ihre Stimmen die ideale Besetzung dar.

Aussie Floyd

An dieser Stelle muß man auch dem Tontechniker ein großes Lob aussprechen, der Sound war erste Sahne – laut genug ohne zu dröhnen oder scheppern, alle Instrumente und Stimmen klar hörbar und gut aufeinander abgestimmt.

Kurz vor der Pause tauchte auch die erste grotesk überdimensionale Puppe auf der Bühne in Form des Lehrers aus dem Video zu „Another Brick In The Wall“ auf, die dort zum Schreckbild aller normierten, am Fließband abgefertigten Schüler wurde. Die gut 33 Jahre alte Sozialkritik PINK FLOYDs wurde filmisch aktualisiert mit Aufnahmen aus dem vergangenen Irakkrieg, George W. Bush und Saddam Hussein.

Ein überdimensionales, aufblasbares rosa Känguru beweist zum Schluss den Humor der Band. Das Känguru wurde abgeleitet von einem Markenzeichen PINK FLOYDs: Ein rosa Schwein, das während der Zugabe auch noch von der Decke schaukelte und mit roten LED-Augen ins begeisterte Publikum stierte.

Aussie Floyd

Das Publikum gab verdiente Standing Ovations. Wundert es, dass Aussie Floyd zum 50. Geburtstag des Original-Bandmitglieds David Gilmore eingeladen wurde und zusammen mit ihm jammen durften? Nach dieser Show ist es keine Frage mehr: Die Jungs haben’s drauf.

Setlist:

  • Speak to Me
  • Breathe
  • On the Run
  • Time
  • Breathe (Reprise)
  • The Great Gig in the Sky
  • Money
  • Us and Them
  • Any Colour You Like
  • Brain Damage
  • Eclipse
  • The Happiest Days of Our Lives
  • Another Brick in the Wall Part 2
  • Sorrow
  • In the Flesh
  • Echoes
  • What Do You Want from Me
  • Shine On You Crazy Diamond (Parts I-V)
  • Coming Back to Life
  • Wish You Were Here
  • One of These Days
  • Comfortably Numb

Encore:

  • Run Like Hell
Aussie Floyd
06.05.2013

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